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Grevenbroich
Junge Union für Ausbau des Freifunknetzes

Grevenbroich. Grevenbroich ist internettechnisch keineswegs Diaspora - sagt die Junge Union (JU) und reagiert damit auf die Forderung von FDP-Fraktionschef Markus Schumacher zum Thema "WLAN-Ausbau". Wie berichtet, wollen die Liberalen die Verwaltung damit beauftragen, spätestens bis zum Herbst ein Konzept zur zügigen Erweiterung des freien WLAN innerhalb des gesamten Stadtgebiets zu erstellen. "Wir begrüßen, dass das Thema ,freies WLAN' wieder aufgewärmt wird", sagt CDU-Ratsherr und JU-Vorsitzender Max von Borzestowski. "Denn auch wir haben den Eindruck, dass sich beim Ausbau des WLAN-Netzes seit der Bürgermeisterwahl im vergangenen Jahr nicht mehr allzu viel getan hat."

Bereits im Mai 2013 hatte sich die JU für die Einrichtung eines öffentlichen Hotspots stark gemacht und einen entsprechenden Antrag über die CDU-Fraktion in den Rat der Stadt eingebracht. Zwei Jahre später, im Mai 2015, wurde der erste Hotspot auf dem Marktplatz eingerichtet. Schon damals, betont Max von Borzestowski, habe er seine Hoffnungen vor allem in dessen Signalwirkung gelegt. "Wir haben darauf spekuliert, dass das Eis damit gebrochen ist und zum Beispiel Gastronomen oder Einzelhändler mit der Beteiligung an einem Freifunknetz nachziehen - und so ist es auch gekommen. Bereits einen Monat später wurden die ersten Freifunk-Hotspots, unter anderem von Lederwaren Schnorrenberg und dem Schokolädchen, eingerichtet. Im August 2015 waren es bereits mehr als ein Dutzend - seit dem scheint der weitere Ausbau etwas eingeschlafen zu sein."

Mit Blick auf die Entscheidung der Bundesregierung zum Thema "Störerhaftung", die von der JU befürwortet wird, rät die CDU-Nachwuchsorganisation dennoch zum Ausbau des Freifunknetzes, denn: Einmal mit dem Freifunknetz verbunden, sucht sich das jeweilige Endgerät automatisch den nächstliegenden Freifunk-Hotspot. "Es entsteht also ein flächendeckend-zusammenhängendes Netz anstelle von einzelnen Hotspots", sagt Max von Borzestowski. Ziel müsse es sein, das Freifunknetz auf möglichst viele Handels- und Gastronomiebetriebe sowie den ÖPNV auszuweiten. Gleichwohl müsse die Stadt den Ausbau in allen öffentlichen Gebäuden vorantreiben, um andere zum Nachziehen zu motivieren.

(juha)
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