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Grevenbroich
Kahlschlag an der A46 aus Sicherheitsgründen

Grevenbroich. Die "erste Reihe" direkt hinter der Leitplanke ist wieder frei: Der Landesbetrieb Straßenbau NRW hat in den vergangenen Tagen auf beiden Seiten der Autobahn 46, an der Abfahrt Grevenbroich, mehrere große Bäume entfernt.

"Dabei handelt es sich um ganz normale Gehölzpflegearbeiten", erklärt Norbert Cleve von der Autobahnniederlassung Krefeld. "Alte und zum Teil auch tote Bäume wurden gefällt und gehäckselt. Anschließend wird der Bereich planiert und neu mit Gras eingesät."

Bis Ende Februar müssen diese Arbeiten erledigt werden. Danach beginnt die Brutzeit der Vögel. Fällung sind dann bis Ende September nur bei "Gefahr in Verzug" möglich. Die Gefahr, die sich an der A 46 auftat, war dagegen eher abstrakt.

Ein Grund für den "Kahlschlag", sagt Cleve, sei die unter Umständen gefährliche Nähe der Bäume zur Fahrbahn gewesen. Denn: Oberste Priorität habe für Straßen.NRW bei der Gehölzpflege die Verkehrssicherheit. Nicht immer müsse dafür ein Baum gleich gefällt werden. In manchen Fällen genüge ein fachgerechter, regelmäßiger Rückschnitt, sagt der Fachmann. Mitunter könne "Pflege" jedoch auch bedeuten, dass größere Bäume in größerer Zahl entfernt werden müssen, um potenzielle Gefahrenquellen zu beseitigen.

An der A 46 ist das geschehen. Landet dort demnächst ein Fahrzeug in der Böschung, steht nicht mehr direkt ein Baum im Weg. "Die Bäume, die jetzt noch da sind, bleiben", sagt Cleve. "Und in circa eineinhalb Jahren wird auch alles wieder schick aussehen."

(juha)
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