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Grevenbroich
Kapelle soll an das Kriegsende erinnern

Grevenbroich: Kapelle soll an das Kriegsende erinnern
Heiner Hoffmann (r.), Präsident der Kirmesgesellschaft Langwaden, und Hans-Jürgen Burbach von der Marianischen Bruderschaft vor dem Heiligenhäuschen, das bald im Mittelpunkt einer großen Feier stehen soll. FOTO: Lothar Berns
Grevenbroich. Das Fest steht zwar erst in zwei Jahren an, doch die Vorbereitungen sind schon jetzt angelaufen. Das Marien-Kapellchen in Langwaden soll 2018 im Mittelpunkt einer Gedenkfeier zum Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren werden. Von Wiljo Piel

Das kleine Marien-Kapellchen an der St.-Bernhard-Straße soll schon bald Schauplatz einer großen Feier werden. 2018 wollen die Kirmesgesellschaft Langwaden, die Marianische Bruderschaft Wevelinghoven und der Zisterzienser-Konvent dort gemeinsam an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 100 Jahren erinnern. "Die ersten Vorbereitungen für diese Veranstaltung haben bereits begonnen", sagt Heiner Hoffmann (57), Präsident der Kirmesfreunde. Im nächsten Jahr soll es in die Detailplanung gehen.

Das Marien-Kapellchen bietet sich für eine solche Gedenkstunde geradezu an, meint Hans-Jürgen Burbach (60) von den Marianern. Denn der Altar des kleinen Gotteshauses wurde zum Anfang des 20. Jahrhunderts von der Langwadener Familie Plück gestiftet - aus Dankbarkeit für das heil aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrte Oberhaupt der Sippe. Überhaupt hatten die Plücks eine enge Beziehung zum katholischen Glauben. Schon 1741 gehörte die Familie zu den drei Hauptspendern der Sternen-Monstranz, die heute in der Wevelinghovener Martinuskirche gehütet wird.

Noch gibt es nur einen groben Plan für die Gedenkfeier im Mai 2018. "Sie wird auf jeden Fall an zwei Orten stattfinden", erläutert Hans-Jürgen Burbach: "Zunächst vor der Kapelle, später dann im nahe gelegenen Zisterzienserkloster." Wer Reden halten und für die musikalische Gestaltung verantwortlich sein wird, steht noch nicht fest. "Darüber werden wir uns in den nächsten Monaten Gedanken machen", sagt Heiner Köllen: "Bis zum Veranstaltungstag haben wir ja noch ausreichend Zeit."

Das Heiligenhäuschen, das erstmals auf einer Karte von 1845 verzeichnet wurde, ist im Eigentum der Stadt. Jahrelang kümmerte sich die Marianische Bruderschaft um das kleine Gotteshaus, sie stiftete 2011 auch die mehr als 100 Jahre alte Marienfigur und sorgte für einen Neuanstrich. Vor einigen Jahren hat die Kirmesgesellschaft die Patenschaft über das Kapellchen übernommen. Die Scheibenschützen unter Leitung von Bertram Graf von Nesselrode sorgen seither dafür, dass der geschlämmte Backsteinbau mit seinen geschwungenem Haubendach immer proper aussieht. "Die Kapelle ist ein historisches Kleinod in unserem Klosterdorf", sagt Präsident Heiner Köllen: "Und das gilt es entsprechend zu pflegen."

Gerade jetzt, im Marienmonat Mai, sorgt die Kirmesgesellschaft dafür, dass die Kapelle öfter zugänglich ist als in anderen Monaten. "Viele Spaziergänger halten hier an, um kurz zu verweilen oder sich das Innere des Häuschens einmal anzusehen", schildert Köllen. Die Marianische Bruderschaft, um die es nach dem Tod ihres Präses Pfarrer Gerhard Kullmann etwas ruhiger geworden ist, plant darüber hinaus, dort künftig wieder Marienandachten anzubieten. In Kürze werden sich die Mitglieder der mehr als 500 Jahre alten Gemeinschaft treffen, um ihre künftigen Aktivitäten zu planen. Gesucht wird vor allem ein neuer Brudermeister, dem der bisherige Amtsinhaber Hans-Jürgen Burbach gerne als Stellvertreter zur Seite stehen möchte.

Quelle: NGZ
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