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Grevenbroich
Karl-Oberbach-Straße wird nicht aufgewertet

Grevenbroich. Die Stadt will - notgedrungen - auf die Neugestaltung der Karl-Oberbach-Straße verzichten. Denn das Geld dafür fehlt. Das geht aus der Verwaltungsvorlage für die gemeinsame Sitzung des Planungs- und des Bauausschusses am Dienstag hervor. Die Ratsgremien sollen über die Aktualisierung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) für die City beschließen. Eigentlich sollten die Unterlagen Ende August der Bezirksregierung vorliegen. Dann gab's noch Beratungsbedarf, die Frist wurde bis Ende September verlängert.

Anlass für Überlegungen waren Bedenken der CDU-Fraktion: Die forderte Kürzungen, da das Kostenvolumen für das ISEK von rund zwei auf etwa fünf Millionen Euro gestiegen sei. Die CDU beantragte, auf die Neugestaltung der Karl-Oberbach-Straße (eine Million Euro) zu verzichten. "Die Aufwertung wird als sinnvoll erachtet. Allerdings ist dies aufgrund der Haushaltlage auch nach 2020 nicht realisierbar", erklärt nun Dezernent Claus Ropertz.

Ganz vom Tisch ist das Projekt aber nicht. Die Ideen sollen im Gesamtkonzept weiter aufgeführt werden für den Fall, dass eine verbesserte Finanzsituation eine Umsetzung doch noch ermöglicht. Von der Kürzung nicht betroffen ist die bereits beschlossene Umgestaltung des Kreuzungsbereichs in Höhe Schlossstraße - als Teil einer Fußgänger-Achse vom Stadtpark durch die City in Richtung Schloss.

Die CDU hatte zudem den Verzicht auf die Erneuerung der Erft-Brücke an der Graf-Kessel-Straße (500.000 Euro) beantragt, doch das Projekt soll nun im Konzept bleiben. "Die Verwaltung hat stimmige Argumente vorgelegt", sagt Fraktionschef Wolfgang Kaiser. Ropertz wies auf die Bedeutung des Neubaus zur Verkehrssicherheit hin. Ohne 60 Prozent ISEK-Förderung könne die Stadt das Projekt nicht finanzieren.

(cso-)
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