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Grevenbroich
Karnevalsnacht steht vor dem Aus

Grevenbroich: Karnevalsnacht steht vor dem Aus
Die Hände zum Himmel: "Da simmer dabei - die kölsche Karnevalsnacht" lockt jedes Jahr bis zu 2500 Besucher ins Kapellener Festzelt. FOTO: SC Kapellen
Grevenbroich. "Da simmer dabei" kann zum letzten Mal im Industriegebiet gefeiert werden. Von Wiljo Piel

Ausgerechnet in ihrem 13. Jahr droht "Da simmer dabei" das Aus. Die beliebte Karnevalsveranstaltung des SC Kapellen, die stets bis zu 2500 jecke Besucher anlockt, kann in diesem Jahr zum letzten Mal im Industriegebiet über die Bühne gehen. Die Veranstalter sind zwar auf der Suche nach einem neuen Gelände, haben jedoch wenig Hoffnung, in Grevenbroich etwas Passendes zu finden.

Die Kostümparty, die zu den größten närrischen Zeltveranstaltungen im Umkreis zählt, war in den vergangenen 13 Jahren mehrfach auf der Wanderschaft. Nach Stationen im Erftstadion und am Neubaugebiet fand "Da simmer dabei" vor drei Jahren einen Standort auf dem Gelände einer Spedition. "Doch an dieser Stelle kann es nicht mehr weiter gehen", sagt Organisator Marc Pesch: "Jedes Jahr vor Karneval legen wir den Betrieb für einige Tage lahm. Ich habe Verständnis dafür, dass das Unternehmen da nicht mehr mitspielen will."

Jetzt sucht der SC Kapellen nach einem neuen Gelände für seine jecke Fete am Karnevalssamstag. Zwar hatten die Organisatoren den örtlichen Kirmesplatz im Blick, doch der darf jährlich nur für drei Veranstaltungen des Bürgerschützenvereins genutzt werden. Zwar wäre das Zuckerfabrik-Areal im Nachbarort eine gute Alternative - aber: "Das würde der BV Wevelinghoven nicht gut heißen, der einen Tag vorher in unmittelbarer Nähe seine Zeltparty ,Karneval total' veranstaltet. Da wäre die Konkurrenz zu groß", sagt Pesch.

Ohnehin geht der Organisator davon aus, dass das Zuckerfabrik-Gelände in Zukunft nicht mehr fürs Feiern zur Verfügung stehen werde: "Wird die Fläche weiter bebaut, gibt es in Grevenbroich kein Gelände mehr, auf dem außerhalb der Schützenfeste gefeiert werden kann." Auch das Oktoberfest, das dort seit einigen Jahren mit wachsendem Erfolg veranstaltet wird, sei dann nicht mehr möglich. "Letztlich werden wir uns dafür in umliegenden Städten umsehen müssen - etwa in Dormagen und Neuss, wo es ausgewiesene Veranstaltungsplätze gibt", sagt Marc Pesch.

Am 6. Februar soll in Kapellen aber noch einmal tüchtig gefeiert werden: "Das machen wir ohne traurigen Abgesang", so der Organsator: "Da wird's hoch hergehen."

Quelle: NGZ
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