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Grevenbroich
Katzensteuer kommt für die Stadt nicht in Frage

Grevenbroich: Katzensteuer kommt für die Stadt nicht in Frage
Grevenbroichs Kämmerin Monika Stirken-Hohmann. FOTO: Berns, Lothar (lber)
Grevenbroich. Wer in Grevenbroich einen Hund hält, wird jährlich mit 102 Euro zur Kasse gebeten. Wer zwei Hunde hat, zahlt 121 Euro Steuern, wer drei oder mehr Hunde hat, sogar 140 Euro - je Tier, versteht sich. Wer eine oder mehrere Katzen hält, zahlt gar nichts. Daran wird sich auch nichts ändern.

Ähnlich wie andere NRW-Kommunen hält auch die Stadt Grevenbroich die Einführung einer Katzensteuer nicht für sinnvoll.

In der vergangenen Woche hatte sich der Ökologische Jagdverband für eine Katzensteuer ausgesprochen, um eine ausufernde Population mit negativen Auswirkungen für bodenbrütende Vögel einzudämmen. "Die Katze gehört nicht in den Naturhaushalt, das ist ein Haustier", so der Landesvorsitzende, Hartmut Weigelt.

Die Stadt Grevenbroich steht einer solchen Steuer mit Skepsis gegenüber: "Das größte Problem wird sein, sämtliche Katzenhalter zu ermitteln", sagt Kämmerin Monika Stirken-Hohmann: "Das wäre mit einem unverhältnismäßig hohen Verwaltungsaufwand verbunden. Der könnte höher sein als die mögliche Entlastung des Haushaltes durch die Steuer." Alleine aus diesem Grund habe die Stadtverwaltung das Thema bisher nicht weiter verfolgt. "Hinzu kommt, dass es schwer sein dürfte, ein ordnungspolitisches Kriterium zu finden, mit dem sich eine Aufwandssteuer für Katzen begründen ließe", sagt Stirken-Hohmann. Bei Hunden seien es etwa die Verunreinigungen, die die Vierbeiner im Stadtbild hinterließen.

Grevenbroich hatte im vergangenen Jahr das aktuelle Ergebnis einer Hundebestandsaufnahme vorgelegt. Dabei wurden 570 Tiere ermittelt, die bislang nicht versteuert wurden. Im Vorjahr flossen insgesamt 627.000 Euro an Hundesteuern in die Stadtkasse.

(wilp)
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