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Grevenbroich
Kinder sollen die Jugendarbeit mitgestalten

Grevenbroich: Kinder sollen die Jugendarbeit mitgestalten
Christian Abels ist Grevenbroicher - immer schon gewesen. Sein neuer Schreibtisch steht in der Alten Feuerwache. FOTO: Lothar Berns
Grevenbroich. Christian Abels hat zwei Ausbildungen. Er ist Fachmann für Verwaltung und für Soziale Arbeit. Seit Februar ist er neuer Stadtjugendpfleger. Von Julia Hagenacker

Christian Abels hat viel Erfahrung. Obwohl er erst 31 Jahre alt ist. Das hat auch etwa damit zu tun, dass sich der Grevenbroicher beruflich erst finden musste, bevor er seinen Traumjob fand. Seit dem 1. Februar ist der 31-Jährige Grevenbroichs neuer Stadtjugendpfleger. "In dieser Aufgabe kann ich all das vereinen, was ich in den vergangenen Jahren gelernt habe", sagt er und meint damit Ausbildung, Studium und Ehrenamt.

Gelernt hat Abels "Diplom-Verwaltungswirt" bei der Stadt Köln. Fünf Jahre lang sitzt er dort im Büro und muss feststellen: Das alleine füllt mich nicht aus. "Ich wusste eigentlich recht schnell, dass mich Soziale Arbeit interessiert", sagt er. "Mir fehlte bei der klassischen Verwaltungsarbeit einfach der ganz praktische Umgang mit Menschen." Also schließt er ein berufsbegleitendes Studium "Sozialmanagement auf Master" an.

Mit dem Extra-Abschluss in der Tasche ist das Büro dann schnell viel zu klein. Christian Abels zieht es auf die Straße, im positiven Sinn. Als Mitarbeiter der katholischen Jugendagentur in Düsseldorf lernt er die klassische Soziale Arbeit kennen. Der Träger Offener Ganztagsgrundschulen mit Übermittagsangeboten, Offener Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen und des Jugendmigrationsdienstes im Rhein-Kreis Neuss ist sieben Jahre lang Christian Abels Arbeitgeber. Dann, nach insgesamt zwölf Jahren auf der "einen" und auf der "anderen" Seite, sucht er erneut eine Herausforderung. "Als ich die Stellenausschreibung der Stadt Grevenbroich gelesen habe, war mir klar: Das ist ,die' perfekte Mischung, nach der ich immer gesucht habe - aus Verwaltungsdienst und Sozialer Arbeit", sagt Abels.

Jetzt ist der 31-Jährige, der in Grevenbroich geboren, aufgewachsen und privat "ganz bewusst hängen geblieben ist", Leiter des "Fachdienstes 51.3 - Jugendarbeit und Jugendschutz" mit Sitz in der alten Feuerwache. Seinen Vorgänger Wolfgang Hufendiek kennt Christian Abels zwar, seine künftigen Aufgaben und Pläne hat er aber für sich alleine, ohne "So war das immer schon"-Schablone abgesteckt. "Ich glaube, dass ich als Grevenbroicher, der Erfahrung sowohl im Verwaltungsbereich, als auch in der Arbeit mit Trägern hat, ein Pfund mitbringe, das den Einstieg erleichtert", sagt er. "Ich war ja auch lange in der Leitung des Jugendferienwerks Grevenbroich aktiv. Die Aufgaben dort habe ich niedergelegt, damit keine Interessenkonflikte entstehen."

Zwei Stichworte, die sich der 31-Jährige auf seiner beruflichen To-do-Liste ganz dick angemarkert hat, sind in jedem Fall diese: "Dialog" und "Vernetzung". Beides will er stärken und ausbauen, gerne auch unter Zuhilfenahme der Neuen Medien. "Bei den Jugendlichen kommt dem Internet als Sozialraum immer mehr Bedeutung zu - das muss man nutzen", sagt Abels. "Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, über eine eigene Facebook-Präsenz des Fachbereichs auf die Kinder und Jugendlichen zuzugehen. Mir ist es auf jeden Fall ganz wichtig, ins Gespräch zu kommen, für Themen zu interessieren und gleichzeitig Wertschätzung und Anerkennung zu vermitteln." Gelegenheiten, sich einzubringen, sagt der Stadtjugendpfleger, soll es in Zukunft viele geben. Zum Beispiel bei der Erarbeitung des neue Jugendförderplans.

Quelle: NGZ
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