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Grevenbroich
Kinderschminken und "Vier gewinnt" am Spielmobil

Grevenbroich: Kinderschminken und "Vier gewinnt" am Spielmobil
Dank Spielmobil-Utensilien sind Kaylee und Nevio gut beschäftigt. FOTO: von
Grevenbroich. Der Bus der Stadtverwaltung ist auf Tour und kommt in alle Orte. Ab Montag legt das Mobil in Orken Station ein. Von Valeska von Dolega

Mitmachen kostet nichts: Den Hebel runterdrücken, die Schiebetür aufziehen - und schon beginnt der Spaß. Ob nun schnelle Runden auf den Pedalos, blaue Tonnen zum Buden bauen oder etwas Schönes basteln, das Spielmobil der Stadt Grevenbroich macht es möglich. Bis unters Dach beladen mit Geräten und guten Ideen ist das knallgelbe Gefährt. Bis heute macht es Station in Gindorf.

"Hier ist alles toll", freut sich Kaylee. Zusammen mit ihrem jüngeren Bruder Nevio (2) nutzt die Fünfjährige seit Montag täglich das Angebot. Begeistert spielen die Geschwister gemeinsam "Vier gewinnt", das im XXL-Format am Wendehammer an der Adresse am Schillingshof aufgebaut ist. "In den Sommerferien fahren wir die einzelnen Stationen nicht bloß einmalig an. Jetzt bleiben wir immer jeweils eine Woche", erklärt Emily Pilger. Zusammen mit Tom Dohmen betreut sie das Spielmobil und seine Utensilien sowie die Kinder, die die Dinge nutzen. Gibt es Streit, schlichten die beiden. "Da wird schon mal um ein Spielzeug gekabbelt. Ansonsten klappt das Zusammenspiel grundsätzlich gut."

Bei Sonnenschein läuft alles von alleine, Hula Hoop-Reifen werden geschwungen, Frisbee-Scheiben geworfen und mit hölzernen Klötzchen so etwas wie ein schräger Turmbau zu Babel probiert. "Aber selbst bei Regen ist die Resonanz enorm", je nach Lust und Laune gucken sich die jungen Spieler Fuß- oder Handball aus, balancieren kunstvoll auf Stelzen oder lassen sich schminken. "Ich sah als Blumenfee toll aus", erinnert sich Kaylee an eine "schöne Aktion". Schwer angesagt sind ebenso fantasievolle Schmetterlinge und Einhörner auf den Kindergesichtern.

Lange hält es Teilnehmer wie Ayse, Gülcan oder Tahire aber nicht beim bunten Farbkasten und ihren beiden Bespaßern. "Wir wollen selbst was machen", sagen sie. Aus bunten Perlen und mit funkelnden Schmucksteinen sowie moosartigem Filz sollen Armbänder hergestellt werden. "Da sind die Kinder immer großzügig, ich habe auch schon ein selbst gemachtes Bändchen bekommen", freut sich Emily Pilger über spontane Geschenke. Anderes Kreativmaterial sind übrigens Zeitungen für Mobiles.

Nicht nur sie ist dankbar, auch die Eltern sind glücklich über das Angebot. "Aber nicht über das Jubelgeheul, das aufkommt, wenn das Spielmobil in die Straße fährt", sagt eine Mutter. "Aber dass meine Kinder über Stunden so gut beschäftigt sind, ist schön." Denn im Verbund mit andern wird an der frischen Luft etwas unternommen, nebenbei werden Nachbarkinder kennengelernt. "Soziale Auseinandersetzung ist wichtig", sagt eine Mutter.

Quelle: NGZ
 
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