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Grevenbroich
Kita-Ausbau liegt im Zeitplan

Grevenbroich: Kita-Ausbau liegt im Zeitplan
Die Stadt Grevenbroich will noch mehr neue Kita-Plätze schaffen. FOTO: dpa
Grevenbroich. Die Tagesstätte "Die kleinen Strolche" in Frimmersdorf ist um eine vierte Gruppe erweitert worden. Als nächstes ist eine Großtagespflege im Stadtzentrum geplant. Deren Start wird sich jedoch wegen Brandschutzauflagen verzögern. Von Valeska von Dolega

Es ist ein Kraftakt gewesen, und die Beteiligten sind ordentlich ins Schwitzen gekommen: Nachdem seit August 2013 ein Rechtsanspruch bei der Betreuung unter Dreijähriger gilt, kam die Stadt beim Ausbau von Kita-Plätzen kaum nach. Mit der Eröffnung einer weiteren Gruppe in der Frimmersdorfer Tagesstätte "Die kleinen Strolche" - die vierte Gruppe für weitere 20 Kinder wird jetzt in Betrieb genommen - gerät sie weiter aus der Schieflage, wie Jugendamtsleiterin Birgit Schikora sagt. Dazu ist die erste Etage der Einrichtung kindgerecht ausgebaut worden.

"Vor sechs Jahren hatten wir die Idee, dort eine Großtagespflege einzurichten", erinnert sich die Jugendamtsleiterin. Nach einer Prüfung habe der Landschaftsverband dem Vorhaben zugestimmt. "Damals sahen die Eltern dafür aber keinen Bedarf", weshalb der Plan im Sand verlief, sagt Schikora. Jetzt wurde die Kita um- und ausgebaut, mit neuen Decken und Böden ausgestattet, Wickelbereich und Schlafräume wurden modernisiert.

Im Jahr 2013 erhielt die Kita "Kleine Strolche" den Status als sogenanntes Familienzentrum, jetzt wurde die Einrichtung rezertifiziert. "Ein super Haus", wie Birgit Schikora schwärmt - von Licht durchflutet, mit einem umfassenden Angebot für Eltern. Zu den Kosten der Maßnahme macht Birgit Schikora keine Angaben. Geleitet wird die Kita von Renate Reichstein, neun Mitarbeiterinnen und ein Bundesfreiwilligendienstleistender kümmern sich um die Kleinen. Von den neu geschaffenen 20 Plätzen sind die ersten elf bereits vergeben, die verbleibenden neun teilen sich auf in für unter und über Dreijährige.

Der Fahrplan für die Bedarfsdeckung ist noch lange nicht abgeschlossen. Als nächstes Projekt steht die Eröffnung einer städtischen Großtagesplage an der Graf-Kessel-Straße an. "Zum 1. Januar 2018 geht dort der Betreiber ,Mikas' an den Start", neun Kinder sollen dann betreut werden. Allerdings gibt es dort eine Klippe: "Wegen Brandschutzauflagen verzögern sich die Baumaßnahmen", berichtet die Jugendamtsleiterin. Aber selbst, wenn es so wäre, dass zu Jahresbeginn die umgewidmete vormalige Hausmeisterwohnung noch nicht für alle neun Kleinkinder freigegeben werden könnte, muss kein angemeldetes Kind um seine Betreuung bangen - "wir haben schon einen Plan B entwickelt", sagt Schikora. Voraussichtlich Ende Februar, "auf jeden Fall im Frühjahr", wird in Barrenstein eine weitere Gruppe für 20 Kinder eingerichtet, die Ausweitung erfolgt dort mittels eines Container-Systems, das eigens für Kinder konzipiert ist. Ist das geschafft, wird die Doppelgruppe in Langwaden für insgesamt 40 Kinder eröffnet.

Dann ist die Stadt im Plan. Jedenfalls nach derzeitigem Stand der Dinge, die Tendenz geht dahin, Kinder immer jünger in Kitas betreuen zu lassen. "Das Modell, erst dreijährig ins Kita-Leben zu starten, war einmal", sagt Birgit Schikora. Die neue Elterngeneration möchte gerne Familie und Beruf miteinander koordinieren und dabei gut leben.

Quelle: NGZ
 
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