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Grevenbroich
Kita-Jahr startet am Montag mit Neuerungen

Grevenbroich. In den städtischen Kitas gibt es künftig eine Hauswirtschaftskraft und eine neues Sprachförderkonzept.

Offiziell beginnt am Montag das neue Kindergartenjahr. Doch nicht alle 31 Kindergärten und Kitas in Grevenbroich sind dann auch geöffnet. Wegen der Sommerferien beginnen acht der 16 städtischen Kindergärten erst am Montag ihre dreiwöchigen Betriebsferien. Eltern, die nachweisen können, dass sie vom Arbeitgeber keinen Urlaub bekommen haben, können ihr Kind für diese Zeit in einer anderen Einrichtung betreuen lassen. In den restlichen acht städtischen Kitas enden die Betriebsferien am Montag. Dort besuchen damit am Montag viele Kinder zum ersten Mal einen Kindergarten.

Auch in den Einrichtungen ist dann einiges neu. So gab und gibt es über die Betriebsferien etwa kleinere Ausbesserungen und Renovierungen. Außerdem profitieren die Kindergärten vom neuen Kinderbildungsgesetz (KiBiz) in NRW.

Darin ist unter anderem eine "Verfügungspauschale" enthalten. In den städtischen Kindergärten wird daraus eine Hauswirtschaftskraft finanziert. Deren Aufgabe wird es sein, das Mittagessen vom Caterer entgegen zu nehmen, es an die Kinder auszugeben und danach die Küche zu säubern. "Das ist eine absolute Verbesserung, weil den Erzieherinnen so mehr Zeit für pädagogische Arbeit mit den Kindern bleibt", sagt Svetlana Tröger, die Fachberaterin der städtischen Kindertageseinrichtungen.

Rund 350 Plätze für Unter-Dreijährige und mehr als 1600 Plätze für Jungen und Mädchen, die drei Jahre oder älter sind, gibt es derzeit in Grevenbroich. Von den 31 Kindergärten sind 16 in städtischer Trägerschaft. "Uns ist wichtig, dass eine Vielfalt an Trägern gibt und die Stadt ihre Verantwortung übernimmt", sagt Tröger.

Auch pädagogisch gibt es eine Neuerung im neuen Kindergartenjahr. So wird mit dem sogenannten "Basik" ein neues Konzept zur Sprachförderung im Alltag eingesetzt. "Wir können die Sprachentwicklung der Kinder so besser beobachten und fördern", sagt Tröger, "das ist ganz wichtig. Schließlich ist Sprache der Schlüssel zu Bildung."

Und nicht nur für viele Kinder beginnt am Montag das Leben im Kindergarten. Neun Jahrespraktikanten und einige Bufdis fangen am 1. August mit ihrer Arbeit an. Darunter sind vier Jahrespraktikanten, die den schulischen Teil ihrer Ausbildung zum Erzieher bereits absolviert haben und nun den fachpraktischen Teil beginnen. In genau einem Jahr werden sie ihre Ausbildung abschließen. Freie Stellen gibt es dann genug. "Wir suchen eigentlich dauerhaft Fach- und Ergänzungskräfte", sagt Svetlana Tröger. Schließlich gebe es immer wieder Schwangerschaften, Umzüge oder andere Wechsel. "Wir haben nicht zu wenig Personal, sondern eine normale Fluktuation", stellt sie klar.

(jahu)
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