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Grevenbroich
Klosterprior warnt vor blinder Rache für den IS-Terror

Grevenbroich. Eine mutige Stellung zum IS-Terrorismus hat der Prior des Klosters Langwaden gestern in einer bemerkenswerten Sonntagspredigt bezogen. Trotz der Ermordung des 86-jährigen französischen Priesters, trotz der vielen Terroranschläge und Selbstmordattentate durch die IS in den vergangenen zwei Wochen appellierte Pater Bruno Robeck: "Wir sollen nicht reflexhaft auf Rache und Vergeltung sinnen und pauschale Verurteilung aussprechen!" Das Ziel der IS-Anschläge, die nun auch in der katholischen Kirche angekommen seien, bestehe darin, die Menschen zu verunsichern und sie in ständiger Angst mürbe zu machen.

Ziel des Terrorismus sei es auch, Wut zu schüren. Der Prior warnt aber: "Wir sollen aggressiv werden gegen Fremde und uns untereinander spalten. Wir brauchen aber keine blinde Wut und keinen gewalttätigen Rückschlag. Wir brauchen ein Draufschauen von draußen und Durchschauen, um bei dem Fremden, der bei uns wohnt, die Wahrheit zu erkennen."

(gt)
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