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Grevenbroich
Königliche Hilfe für den Brauchtumswald

Grevenbroich: Königliche Hilfe für den Brauchtumswald
Bernhard Oberbach (l.) vom Jägerzug "De Höösche" und Schützenkönig Dominik Wegener an der Ehrentafel am Heimat- und Brauchtumswald. FOTO: L. Berns
Grevenbroich. Schützenkönig Dominik Wegener will Geld bei den gekrönten Häuptern der Stadt sammeln. Sie sollen für neue Bäume spenden. Von Wiljo Piel

Der Grevenbroicher Schützenkönig Dominik Wegener macht sich für den Heimat- und Brauchtumswald im Bend stark. Der BSV-Regent hat sich vorgenommen, in den nächsten Wochen und Monaten eifrig Spenden zu sammeln, damit das rund 5000 Quadratmeter große Gelände vor dem Eingang des Tiergeheges noch grüner wird. "Ich habe in nächster Zeit viele Termine bei den befreundeten Schützenvereinen, bei dieser Gelegenheit will ich für diese Sache werben", sagt Wegener: "Es wäre sicherlich schon ein Erfolg, wenn sich die amtierenden Schützenkönige aus dem Stadtgebiet zu einer Spende entschließen könnten."

Bernhard Oberbach freut die königliche Unterstützung für eine Angelegenheit, die ihm sehr am Herzen liegt. Der Naturfreund aus dem Jägerzug "De Höösche" hatte 2014, kurz nach dem verheerenden Pfingststurm "Ela", die Idee von einem Heimat- und Brauchtumswald formuliert - und dafür etliche Mitstreiter im Stadtgebiet gefunden. Unter dem Strich kamen rund 8000 Euro zusammen, die für Neuanpflanzungen verwendet wurden.

Die Spender aus den unterschiedlichsten Brauchtums- und Schützenvereinen aus dem Stadtgebiet sind allesamt auf einer Ehrentafel vermerkt worden. Die ist zwar ärgerlicherweise von unbekannten Graffiti-Schmierern verunziert worden, konnte aber in den vergangenen Tagen gereinigt und - mit tatkräftiger Unterstützung der Grevenbroicher Forstbetriebe - wiederaufgestellt werden.

Der Heimat- und Brauchtumswald wurde bereits mit etwa 100 Bäumen und knapp 250 Sträuchern bepflanzt. "Es ist noch ausreichend Platz für weitere Gehölze vorhanden", sagt Frank Wadenpohl. Der Stadtförster freut sich über die Unterstützung aus den Reihen der Schützen- und Heimatvereine - "das zeigt, dass sie ein Herz für unseren Wald haben".

Dort, wo früher Pappeln standen, sind überwiegend Mammutbäume in die Erde gesetzt worden. "Sie haben ein hervorragendes Holz, sind sturmfest und haben in Grevenbroich auch eine gewisse Tradition - schließlich lieferten sie das Material, aus dem die Braunkohle entstand", sagt Wadenpohl. Die Sträucher, die vorwiegend an den Rändern des Heimat- und Brauchtumswaldes stehen, sind ausschließlich beerentragende Gehölze - sie sind damit auch eine Nahrungsquelle für heimische Vogelarten.

Für alle, die sich die Neuanpflanzungen ansehen möchten oder für weitere Bäume spenden wollen, bietet Frank Wadenpohl gemeinsam mit Bernhard Oberbach und Dominik Wegener eine Info-Tour an. Am Donnerstag, 28. April, wird das Trio über das Grundstück führen und die Pflanzungen erläutern.

Dass viele Grevenbroicher "ihren" Wald und das Tiergehege lieben, das weiß Frank Wadenpohl spätestens nachdem Ela im Stadtgebiet wütete. "Was damals an Spenden hereinkam, war unfassbar", sagt er: "Es gab Privatleute, die uns Beträge im 1000-Euro-Bereich überweisen, und Kinder, die ihr Taschengeld spendeten. Toll."

Quelle: NGZ
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