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Gundhild.tillmanns
Kommentar Typischer Fall von Sozialrassismus

Grevenbroich. Gegen Flüchtlinge hat niemand etwas - sie sollen nur nicht so nahe vor der eigenen Haustüre wohnen: So geht es auch in Bedburdyck zu. Eine Bürgerin aus Bedburdyck, die sich bei der CDU-Information zu Wort meldete, wollte sich "nicht in die rechte Ecke drängen" lassen. Bürgermeister Harald Zillikens sicherte eine differenzierte Betrachtungsweise zu. Es gebe die rechte Ecke durchaus in Bedburdyck, aber auch Anwohner, die lediglich beim Bebauungsplan für die Obstwiese mitreden wollten, unterschied er.

So weit hat Zillikens Recht: Wer beim Grundstückskauf und Häuslebau die freie Sicht auf die Wiese quasi mitgekauft hat oder zu haben glaubt, der wehrt sich jetzt. Doch auch da muss differenziert werden. Die Gegner einer möglichen Bebauung eines kleinen Teils der Wiese müssen sich fragen lassen: Wären Sie auch gegen eine Bebauung mit Eigenheimen der gehobenen Klasse mit zwei dicken SUVs pro Familie auf der Anliegerstraße? Oder sind sie nur gegen eine Bebauung mit einem Haus für Flüchtlinge, das in ein Mietshaus für Geringverdiener umgewandelt werden kann? Der Verdacht liegt nahe, dass nicht alle, aber einige der Gegner der Bebauungsplanänderung aus Sozialrassismus heraus argumentieren.

Der aber kommt nicht nur aus einer kleinen rechten Ecke, sondern leider aus einer diffusen rechten Masse.

Quelle: NGZ
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