| 14.14 Uhr

Kanister mit Zündsatz in Garzweiler gefunden
RWE-Mitarbeiter verhindert offenbar Brandanschlag

Grevenbroich: Feuerwehreinsatz bei RWE
Grevenbroich: Feuerwehreinsatz bei RWE FOTO: Staniek
Aachen. Auf eine Trafo-Anlage von RWE am Braunkohletagebau Garzweiler ist vermutlich ein Anschlag geplant gewesen. Davon geht die Polizei derzeit zumindest aus. Ein RWE-Mitarbeiter hatte zuvor einen verdächtigen Kanister entdeckt.

Ein RWE-Mitarbeiter hatte am Montag auf dem umzäunten Gelände in Rommerskirchen-Vanikum an der Stadtgrenze zu Grevenbroich mehrere, wahrscheinlich mit Benzin gefüllte Kanister entdeckt. Abschließende Untersuchungsergebnisse des Landeskriminalamtes zum Inhalt standen noch aus.

Die Kanister hatten nach Polizeiangaben einen funktionstüchtigen Zündsatz. "Daraus muss man schließen, dass es sich um einen geplanten Anschlag handelt", sagte ein Polizeisprecher. An den Kanistern waren mehrere Kunststoffgegenstände angebracht. Die Konstruktion befand sich nach Polizeiangaben unter einem Trafo.

Die Ermittlungskommission Hambach der Aachener Polizei prüft einen möglichen Zusammenhang zur Anti-Kohle-Protest-Szene am Tagebau Hambach.

Daneben stellt sich für die Ermittler die Frage, ob es eine Verbindung gibt zu zwei früheren ungeklärten Anschlägen: Unbekannte hatten im Tagebau Inden einen Strommast angesägt und eine Kabeltrasse im Tagebau Hambach in Brand gesetzt.

(url/lnw)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Kraftwerk in Grevenbroich: Polizei geht von geplantem Anschlag auf RWE-Anlage aus


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.