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Grevenbroich
Kran stellt sechs Tonnen schweren Schützen-Turm in der City auf

Grevenbroich. Die Grevenbroicher Innenstadt hat seit gestern einen neuen Blickfang. Ein Kran hievte am Mittag den sechs Tonnen schweren Schützen-Turm aus zwei Zentimeter dickem Stahl auf das Fundament zwischen der Sparkasse und dem Parkplatz an der Karl-Oberbach-Straße. Unter den Blicken vieler Zuschauer und Schützen schwebte der insgesamt 5,30 Meter hohe Turm, in dessen Wänden die Konturen von Bäumen ausgeschnitten sind - auf seinen neuen Platz, wo der Bürgerschützenverein Grevenbroich (BSV) morgen, 14 Uhr, das Richtfest für das Projekt feiert. Von Carsten Sommerfeld

Das von Künstler Jörg Schröder entworfene Werk soll die enge Verbundenheit im Schützenbrauchtum in der Stadt symbolisieren. "Ein tolles Gefühl", sagte der Grevenbroicher Schützenkönig Victor Goebbels, als der Turm auf einem großen Anhänger eintraf. Das Königspaar Victor und Henriette Göbbels hatte die Aktion initiiert und zusammen mit einem Arbeitskreis verwirklicht. "Ich hätte nicht gedacht, dass der Turm vor dem Schützenfest stehen wird", sagte Schützenpräsident Peter Cremerius erfreut. Er kam gestern ebenso wie sein Vertreter Lothar Zimmermann und Ehrenpräsident Herbert Schikora zur Baustelle. Dort legten Handwerker und Schützen letzte Hand an, bevor der Turm aufgestellt und mit schweren Dübeln arretiert wurde - unter den wachsamen Augen von Jörg Schröder.

"Mit dem Schützen-Turm hat Grevenbroich eine weitere Attraktion. Darüber hinaus ist er ein Symbol, dass das Schützenbrauchtum ein festes Bollwerk in unserer Stadt ist", erläuterte Peter Cremerius.

Fertig ist der Turm aber noch nicht. Heute sollen an den Zinnen die Wappen der 20 befreundeten Schützenvereine, -bruderschaften und Kirmesgesellschaften in der Stadt angebracht werden. Für die Zukunft stehen weitere Arbeiten an: Das Umfeld wird gestaltet. Im Inneren des begehbaren Turms werden die Namen der BSV-Züge angeracht. Das BSV-Wappen soll künftig - nach derzeitiger Planung - auf einer Stele mit Informationen zum Kunstwerk zu sehen sein. Bewusst ist der Turm in Rostoptik gehalten. "Wir hätten ihn auch aus Edelstahl fertigen können, aber das hätte kalt gewirkt. Mit dem rotbraunem Aussehen wirkt er wärmer", erklärt Schröder. Finanziert wird der Turm aus Spenden und dem Verkauf von Kunstdrucken (50 Euro) mit dem ersten Entwurf. Diese sind im Geschäft "Henriette" an der Kölner Straße 20 erhältlich.

Quelle: NGZ
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