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Grevenbroich
Kritik am NRW-Erlass zum Unterricht für Flüchtlinge

Grevenbroich. Neu zugewanderte junge Flüchtlinge sollen künftig nicht mehr in Seiteneinsteiger-, sondern in Regelklassen unterrichtet werden. Das sieht ein Erlass des NRW-Schulministeriums vor. Stadtverwaltung und Politik haben dazu Fragen und Bedenken - das wurde im Schulausschuss deutlich.

Durch die neue Regelung soll die Bildung von Klassen ausschließlich mit gerade Zugewanderten vermieden werden, Ausnahmen sollen möglich sein. "Ich und andere Politiker halten es für schwierig, wenn Kinder, die die deutsche Sprache noch nicht beherrschen, in Fächern wie Mathematik sofort zusammen mit anderen Kindern, die gut Deutsch sprechen, unterrichtet werden", erklärt Ausschussvorsitzender Daniel Rinkert (SPD). In wenigen Wochen erwartet die Stadt die Zuweisung von 340 Flüchtlingen. Rinkert geht aber nicht davon aus, dass die neue Regelung bereits für Kinder aus dieser Gruppe greift.

Bislang werden an weiterführenden Schulen rund 110 Schüler in sieben Seiteneinsteigerklassen - für höchstens zwei Jahre - unterrichtet. Wenn in Zukunft Neu-Zugewanderte sofort mit anderen lernen, müssen unter Umständen weitere Regelklassen eingerichtet werden. Wie Schuldezernent Michael Heesch informierte, wurde in Gesprächen mit Schulaufsicht und -leitungen deutlich, dass verlässliche Prognosen über eine Verteilung der Schüler und Klassengrößen nicht möglich seien. Das Ministerium hat für den 30. September ein Treffen anberaumt, um Details zu klären.

(cso-)
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