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Grevenbroich
Kritik an fehlenden Infos zu Flüchtlingen

Grevenbroich. Die unangekündigte Unterbringung von 22 Asylbewerbern im alten Gustorfer Bahnhof sorgt weiter für Diskussion. UWG-Ratsherr Hubert Rütten ist über die Informationspolitik in der Stadtverwaltung erbost: Sie habe nicht nur die Bürger über diesen Schritt nicht vorab informiert, "sondern auch nicht die Politiker. Dabei müssen wir die Entscheidung gegenüber den Bürgern vertreten", so der Gustorfer Politiker gestern. "Hier ist Unruhe im Ort." Schon wieder sei der Süden der Stadt betroffen, heiße es etwa. Rütten ist kein Politiker bekannt, der im Vorfeld über die Unterkunft im alten Bahnhof in Kenntnis gesetzt worden sei. "Im Dezember hatte Dezernent Claus Ropertz mir gegenüber erklärt, dass zwei Unterkünfte für den Ort genug sein. Und jetzt haben wir, wenn die Flüchtlinge im früheren Spar-Markt einziehen, zusammen mit der Container-Siedlung am Langer Weg schon drei. So langsam glaube ich der Verwaltung nichts mehr", erklärt Rütten, Ein weiterer Kritikpunkt: "In der vorletzten Woche hatte ich gefragt, ob die Stadt die Absicht habe, die Tennishalle am Torfstecherweg zu kaufen, um dort Asylbewerber unterzubringen." Ropertz habe das verneint, "doch dass im alten Bahnhof Asylbewerber einziehen sollen, hat er nicht erwähnt - obwohl die Entscheidung bereits im Dezember gefallen sein soll."

Auch FDP-Fraktionschef Markus Schumacher hatte das Kommunikations-Management der Verwaltung kritisiert. Offenheit will die bei der Unterkunft im früheren, von einem privaten Investor umgebauten Supermarkt an der Provinzstraße zeigen. Heute von 16 bis 18 Uhr kann das Gebäude besichtigt werden.

(cso-)
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