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Grevenbroich
Kritik wegen Zugausfällen auf der Linie RB 38

Grevenbroich. Grüne fordern von der DB reibungslosen Betrieb.

Über Zugausfälle und verkürzte Züge beschweren sich Fahrgäste der Regionalbahn 38 - und auch Politiker. "Ende 2017 übernimmt das Unternehmen VIAS Rail den Betrieb zwischen Bedburg und Düsseldorf von der Deutschen Bahn. Wir haben den Eindruck, dass die DB deshalb nichts mehr investiert", kritisiert Grünen-Ratsherr Dieter Dorok. So sei am Dienstag Nachmittag ein Zug von Düsseldorf in Richtung Grevenbroich komplett ausgefallen, dasselbe gelte für eine Verbindung in Gegenrichtung gestern Morgen. "Und am Mittwoch und Donnerstag gab es Züge, die nur aus einem Triebwagen bestanden und nicht, wie sonst, in Doppeltraktion fuhren", berichtet Dorok. Grünen-Chef Peter Gehrmann fuhr auch gestern Abend in einem "verkürzten" Zug nach Hause. "Der Wagen ist überfüllt. Ich habe sogar schon mal erlebt, dass Fahrgäste draußen bleiben mussten",sagt Gehrmann. "Wir fordern, dass die Deutsche Bahn auch im letzten Jahr vor der Übergabe einen reibungslosen Betrieb gewährleistet", erklärt Dieter Dorok.

Bei der Bahn-Pressestelle in Düseldorf werden Probleme bestätigt. Für die Zugfälle seien einmal Arbeiten an Gleisen die Ursache gewesen, das andere Mal habe es Betriebsprobleme gegeben. Wegen zahlreicher Zugverspätungen habe der Zug nicht verkehren können. Darüber hinaus räumt das Unternehmen einen "hohen Schadbestand" bei den Triebwagen ein. "Wir müssen Motoren und Achsen austauschen. Dafür haben wir bereits Werkstätten außerhalb von Nordrhein-Westfalen eingeschaltet", erläuterte ein Bahnsprecher. Anfang nächster Woche sollten diese Schäden behoben sein.

Der DB-Sprecher weist aber die Vermutung von Grünen-Ratsherr Dorok zurück, dass der Konzern wegen der Betriebsübergabe bei der RB 38 spare. "Wir reparieren und investieren weiterhin."

(cso-)
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