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Grevenbroich
Krützen skizziert die Zukunft der Stadt

Grevenbroich: Krützen skizziert die Zukunft der Stadt
Bürgermeister Klaus Krützen lud gestern zum Neujahrsempfang: Mit Ehefrau Karin begrüßte er unter anderem Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, IHK-Chef Jürgen Steinmetz (r.) und närrische Abordnungen. FOTO: Lothar Berns
Grevenbroich. Beim Neujahrsempfang nutzte der neue Bürgermeister gestern Abend die Gelegenheit für einen Ausblick. Große Chancen für die City sieht er in einer Neugestaltung des Grevenbroicher Kirmesplatzes mitsamt des Umfeldes. Von Wiljo Piel

Der Jahreswechsel liegt nun zwar schon gut zwei Wochen zurück, doch das hielt rund 350 Grevenbroicher nicht davon ab, gestern Abend nachträglich noch einmal auf ein "Gutes 2016" anzustoßen. Beim Neujahrsempfang der Stadt, zu dem Bürgermeister Klaus Krützen in das Sparkassen-Foyer an der Karl-Oberbach-Straße geladen hatte, kamen Vertreter aus Gesellschaft, Wirtschaft, Kirche und Politik zusammen, um sich drei Stunden lang miteinander auszutauschen. Zu den Gästen zählten Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und Jürgen Steinmetz, der Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein. Für Musik sorgte Stefan Krüger vom Pascal-Gymnasium mit seinen Schülern.

Bei seinem ersten Neujahrsempfang als Bürgermeister nutzte Klaus Krützen die Gelegenheit, einen Blick in die nahe Zukunft der Stadt zu werfen. Eines seiner Themen: die Entwicklung Grevenbroichs. Der Verwaltungschef skizzierte die Pläne für neue Baugebiete in Kapellen und Wevelinghoven, warf einen Blick auf die Umgestaltung des Bahnhofsviertels und die Gestaltungschancen, die sich in den nächsten Jahren rund um den (Kirmes-) Platz der Republik bieten würden. Gerade dort könne künftig der "große Wurf gewagt werden", um "der Innenstadt zu neuem Glanz zu verhelfen", sagte Klaus Krützen und machte deutlich: "Es darf hier keine Denkverbote geben."

Wichtigstes Thema sei aber der Strukturwandel, den Grevenbroich in den nächsten Jahren bewältigen müsse. "In unserer Stadt müssen neue Arbeitsplätze entstehen, neue wirtschaftliche Strukturen geschaffen werden, damit wir diesen Wandel ohne soziale Brüche überstehen und gut aufgestellt in die Zukunft blicken können", sagte Krützen. Der Verwaltungschef setzt hierbei auf eine gute Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen Jüchen, Rommerskirchen und Bedburg und die Entwicklung gemeinsamer Gewerbe- und Industriegebiete. "Das wird unser Weg in die Zukunft, das ist unsere Zukunft nach der Braunkohle", betonte der Bürgermeister.

Krützen erinnerte an die Landesgartenschau vor 20 Jahren, von der die Stadt immer noch profitiere. "Ich möchte an diese Erfolge anknüpfen, den städtischen Haushalt weiter bis 2024 sanieren und mit dem aufgezeigten Weg Strukturen für die Zukunft schaffen", betonte er. In diesem Sinne will Klaus Krützen eine Leitbilddiskussion unter dem Titel "Grevenbroich 2030" anstoßen, bei der er auch stark auf die Beteiligung der Bürger setze.

Sorgen bereiten Krützen die Ereignisse in der Silvesternacht in Köln. "Sie werden die Diskussion mit den Bürgern über die Standorte für die Unterkünfte nicht leichter machen", sagte er. Der Verwaltungschef teilt die Auffassung des Bundesjustizministers Heiko Maas, "dass wir diese in Deutschland bisher unbekannte Form von kriminellen Übergriffen gegen Frauen nicht hinnehmen können. Die Täter müssen konsequent zur Rechenschaft gezogen werden". Krützen machte aber auch deutlich, dass es "für eine pauschale Hetze gegen Ausländer keine Rechtfertigung" gebe.

Quelle: NGZ
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