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Grevenbroich
Krützen spricht mit Gastronomen über Gestaltungssatzung

Grevenbroich. Klaus Krützen wünscht sich eine schöne Innenstadt, und zu einer solchen gehört für den Bürgermeister auch ein einheitliches Erscheinungsbild. Der Entwurf einer entsprechenden Gestaltungssatzung, die vorgibt, wie Einzelhändler und Gastronomen ihr Geschäft künftig im Außenbereich präsentieren dürfen, ob also beispielsweise Kunststoffmöbel auf einer Café-Terrasse verboten sind oder Sonnenschirme farblich auf die Markise abgestimmt werden müssen, hatte Ende April für Diskussionen gesorgt. Der Haupt-, Finanz- und Demografieausschuss verwies das Thema in den Arbeitskreis zum Innenstadtentwicklungskonzept (ISEK), bei den Gastwirten blieb Gesprächsbedarf.

Auf Vermittlung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA) kamen deshalb gestern mehr als 20 Gastwirte aus allen Teilen der Stadt zu einem Meinungsaustausch mit Klaus Krützen im Rathaus zusammen. Im Mittelpunkt stand dabei die geplante Satzung für die Freiluft-Gastronomie auf öffentlichen Straßen und Plätzen in der Innenstadt.

"In dem rund zweistündigen Meinungsaustausch wurden Fragen zum Verfahren und zum Geltungsbereich der ins Auge gefassten Richtlinie geklärt", sagt Ralf Müller, Leiter des Bürgermeisterbüros. "So konnten zum Beispiel eine Reihe der Betriebsinhaber feststellen, dass sie von den Gestaltungsvorgaben gar nicht betroffen sein werden, weil sie ihre Außengastronomie entweder nicht im öffentlichen Bereich, sondern auf eigenem Grund und Boden anbieten oder mit ihrem Geschäft außerhalb des Satzungsbereichs zwischen Bahnhof und Ausgang Kölner Straße liegen."

Um Einzelheiten wie die Markisenfarbe oder das Material der Möblierung sei es bei diesem ersten Meinungsaustausch wohlgemerkt noch nicht gegangen, betont Müller. Diese Themen würden in späteren Gesprächen mit den betroffenen Vertretern der Branche erörtert. Bürgermeister Klaus Krützen, Geschäftsführer Thomas Kolaric und Vertriebsleiter Uwe Schmitz als örtliche Vertreter des DEHOGA seien optimistisch, dass am Ende eine interessengerechte Lösung stehen wird. Der Bürgermeister sagt: "Es war ein sehr sachliches Gespräch. Und wir konnten vermitteln, dass es nicht um Auflagen und Gängelungen geht, sondern um ein Stück mehr gemeinsamen Auftritt für unsere Stadt."

(juha)
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