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Grevenbroich
Krützen stellt seinen Stab zusammen

Grevenbroich: Krützen stellt seinen Stab zusammen
Bekannte Gesichter mit neuen Aufgaben. Bürgermeister Klaus Krützen (r.) stellte gestern seinen engsten Mitarbeiterstab vor (v.r.) Ralf Müller, Ines Hammelstein, Marc Saturra und Andreas Sterken. FOTO: Lothar Berns
Grevenbroich. Klaus Krützen hat seinen engsten Mitarbeiterstab aufgestellt. Die wichtigste Veränderung: Ralf Müller wird Leiter des Bürgermeisterbüros. Der Planungs-Experte aus dem Rathaus soll künftig auch die Wirtschaftsförderung verstärken. Von Wiljo Piel

Klaus Krützen hat nach zweiwöchiger Amtszeit die ersten Personalentscheidungen getroffen und seinen engsten Mitarbeiterstab aufgestellt. Die wichtigste Änderung: Ralf Müller ist jetzt Leiter des Bürgermeisterbüros. Der 54-Jährige gilt im Rathaus als Planungs-Experte, er soll ab Montag verstärkt in der Wirtschaftsförderung eingesetzt werden, die direkt dem Verwaltungschef unterstellt ist. "Damit wird dieses Ressort aufgewertet", begründet Krützen seine Entscheidung: "Planung und Wirtschaftsförderung müssen Hand in Hand arbeiten, um neue und attraktive Gewerbeflächen in der Stadt zu erschließen." Der Bürgermeister erfüllt mit dieser Besetzung auch eine vielfach von der Politik formulierte Forderung.

Unter Ursula Kwasny hatte Marc Saturra (43) die Leitung des Bürgermeisterbüros inne. Künftig wird der Justiziar aus Pulheim federführend das neue Ressort für Rats- und Bürgerangelegenheiten betreuen. Zudem übernimmt er den Bereich "Recht" der Beigeordneten Barbara Kamp, die der Rat aller Voraussicht nach im Dezember vorzeitig aus dem Dienst entlassen wird. Als neue Pressesprecherin der Stadt wird Ines Hammelstein (48) eingesetzt, sie soll sich unter anderem auch verstärkt der Öffentlichkeitsarbeit in den Sozialen Medien wie Facebook und Twitter widmen.

Hammelsteins bisheriger Chef Andreas Sterken (57) bleibt Beauftragter für Datenschutz und IT-Sicherheit, er wird sich zudem um die Sparte Bürger- und Ratsangelegenheiten kümmern und die sogenannten "Stadtteilgespräche" organisieren. Damit greift Klaus Krützen eine Idee auf, die sein Dormagener Kollege Erik Lierenfeld bereits erfolgreich praktiziert. "Vier bis sechs Mal im Jahr wird die Verwaltung direkt zu den Bürgern kommen, um Projekte vorzustellen oder Antworten auf drängende Fragen zu geben", schildert Krützen das Vorhaben.

Darüber hinaus plant der 46-Jährige zusätzliche "Bürgerdialoge" zu aktuellen Themen. Zwei Veranstaltungen sind bereits vorgesehen: Es soll Vor-Ort-Informationen zu der geplanten Flüchtlings-Containersiedlung an der Gilbachstraße und zum Umbau des ehemaligen Finanzamtes geben. Krützen setzt zudem die Bürgermeister-Sprechstunden im Rathaus fort - und will sie um separate Sprechzeiten nur für Kinder erweitern.

Den Bereich "Feuerschutz" hat Klaus Krützen bereits aus dem Ressort von Barbara Kamp genommen und an sich gezogen. "Ich will wieder Ruhe in das belastete Verhältnis zwischen Politik und Feuerwehr bekommen", sagt er. Da die Beigeordnete bis Dezember in Urlaub ist, hat Krützen den von ihr ebenfalls verantworteten Bereich "Ordnung" in die Zuständigkeit des Sozialdezernenten Claus Ropertz gelegt, der zurzeit auch kommissarisch die Bereiche Stadtplanung, Bauen, Garten und Umwelt verantwortet.

Zurzeit ist mit Michael Heesch lediglich ein Wahlbeamter im Verwaltungsvorstand aktiv. Auf Dauer müssten es jedoch zwei Beigeordnete sein, meint Klaus Krützen. Eine Entscheidung darüber soll erst nach der Rekommunalisierung der Wirtschaftsbetriebe getroffen werden - "denn sie wird einen wesentlichen Einfluss auf die künftigen Aufgaben der Beigeordneten und Dezernenten haben", so der Bürgermeister,

Quelle: NGZ
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