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Grevenbroich
Kubanische Nacht in Hülchrath mit Salsa, Cubra Libre und Zigarren

Grevenbroich. Noch gut 20 Grad waren es am Samstag um 22 Uhr am Schloss Hülchrath - Meteorologen sprechen in einem solchen Fall von einer "tropischen Nacht". Das passte, denn zum 14. Mal wurde am Schloss die "Kubanische Nacht" gefeiert. Die Resonanz war enorm, schon weit vor Einbruch der Dunkelheit reichte die Schlange der parkenden Autos bis zur Einmündung nach Münchrath.

Die Gemeinschaftsveranstaltung der Agentur "Hermida und Stromann" und des Stadtmarketing scheint attraktiver denn je. "Unser Konzept zeigt noch keinerlei Abnutzungserscheinungen", sagte Carsten Hermida erfreut.

Albert Stromann, eigentlich Nichtraucher, spielte mit dem Gedanken, sich eine dicke kubanische Zigarre zu gönnen. Damit lag er im Trend. Susanne Korn, geborene Ullrich, von "Cigarren Ullrich" in Neuss hatte alle Hände voll zu tun. Welches ist die beste Zigarre? "Das ist die, die Ihnen am besten schmeckt", erklärte die Fachfrau. Wieviel kostet die teuerste Zigarre, die Sie heute anbieten? Diese Frage konnte schon eindeutiger beantwortet werden: "23,30 Euro."

Im Mittelpunkt stand wieder die Bühne mit den Musikern, die sehr oft einen sehr engen Bezug zu Kuba haben: Diesmal spielten "Tomy y su Timbalight" und "Rey Flores y la salsatologia" kubanischen Salsa und traditionellen karibischen Sound, hin und wieder auch ein wenig Jazz und Cha cha cha - und das alles mit sehr viel Herzblut. Kein Wunder, dass die Tanzfläche schon früh sehr voll war. Ein paar Strohhüte, das eine oder andere gewagte Kleid - die Besucher geizten mit karibischem Flair. Sie genossen einfach einen der bislang eher raren lauen Sommerabend und gaben sich dem karibischen Lebensgefühl wohldosiert hin. Niemand musste seine Ess- und Trinkgewohnheiten aufgeben, es gab Würstchen, Schweinenacken und Bier aus der Region, aber auch Spezialitäten wie "Cuba Libre", stilecht ausgeschenkt unter einem Sonnenschirm aus getrockneten Bananenblättern. Die Gastronomie war auch spanisch und portugiesisch angehaucht mit Gambaspieß, Sardinen, portugiesischen Weinen und spanischem Bier. Und es ging wie immer total entspannt zu. Carsten Hermida überraschte das nicht: "Ich habe hier in 14 Jahren nur eine Schlägerei erlebt."

(barni)
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