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Grevenbroich
Künstlergruppe feiert 20-Jähriges

Grevenbroich. Zum Geburtstag von GEDOK A 46 Düsseldorf gab es jetzt eine Ausstellung. Von Rudolf Barnholt

Die Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstförderer GEDOK A 46 Düsseldorf feiert ihr 20-jähriges Bestehen Und weil die damalige erste Vorsitzende Janne Gronen und die Initiatorin Elisabeth Busch-Holitschke in Grevenbroich leben beziehungsweise bestens bekannt sind, wurde der runde Geburtstag am Wochenende in der Versandhalle auf der Stadtparkinsel gefeiert. Im Mittelpunkt stand eine Ausstellung.

Gabi Dahl, die aktuelle erste Vorsitzende, zog eine positive Bilanz: "Die GEDOK A 46, die in Grevenbroich gegründet worden war, konnte sich auf dem Parkett der Kunstszene in Düsseldorf und Umgebung behaupten." Das war nachvollziehbar angesichts der Werke, die jetzt in der Versandhalle ausgestellt wurden. Moni Müller hat einer zwei mal einen Meter großen Fahne aus Papier mit Kugelschreiber zu etwas Skulpturalem verzaubert. Was so futuristisch aussieht, basiert auf der - verfremdeten - Form eines Wäscheständers.

Einfallsreichtum zeichnet auch Gisela Rietta Fritschi aus. Die kleinen, gedrungenen Stämme der drei Bonsai-Bäume erinnerten sie an menschliche Körper. Sie bearbeitete und ergänzte das Holz, um diese Assoziationen noch deutlich zu vers Margit Schopen-Richter präsentierte eine Installation, die Nostalgie und Wehmut verströmt: Über einem alten Stuhl das - nie genutzte - Leichenhemd einer Verwandten, an der Wand eine Collage aus Tapetenstücken aus Häusern, die dem Braunkohletagebau hatten weichen müssen. Das ist auch das Thema von Inge Broska mit ihren Vorher-Nachher-Fotos.

Anne Blass zeigte raffinierte Objektkästen, in denen vor allem Angelhaken fürs Fliegenfischen in Szene gesetzt wurden. Hinzu kamen Glasfusing-Arbeiten. Jutta Rohwerder haucht in ihrer in der Versandhalle ausgestellten Kunst altem Blei neues Leben ein, transformiert das, was der Dachdecker nicht mehr braucht, zu Kunst. Helga Weidenmüller arbeitete diesmal mit Stoff: Aus einem aufgetrennten Spielzeug wurde ein Lüstling mit heraushängender Zunge, der das "Liebelein", auf den Unterleib reduziert, im Blick hat. Cornelia Leitner täuschte mit ihrem Exponat das Auge des Betrachters: Was aus der Distanz wie ein Bild aussah, erwies sich als Collage mit Fotos, Malerei und 3 D-Effekten.

Quelle: NGZ
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