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Grevenbroich
Künstlerin Erika Jörgenshaus stellt ihre Werke in Wevelinghoven aus

Grevenbroich. Noch nie hat sich die Kaarsterin Erika Jörgenshaus als so vielseitige Künstlerin präsentiert wie aktuell in der Galerie p 91 im ehemaligen Landratsamt an der Poststraße 91: Die Malerei hat zwar immer noch Priorität, aber es sind auch Collagen, kleine Skulpturen aus Schrott sowie Lampen hinzugekommen. Das macht die aktuelle Ausstellung mit Werken der Künstlerin besonders spannend. Von Rudolf Barnholt

Immer öfter greift die 63-Jährige neben dem Pinsel auch zum Schweißgerät. Ihre Skulpturen können sehr stattlich ausfallen, in Wevelinghoven zeigt Erika Jörgenshaus jedoch kleinere Formate. Viele der rostigen Einzelteile, die sie zu kleinen Persönlichkeiten zusammenfügt, sind Fundstücke, die Künstlerin ist aber auch als Kundin oft auf Schrottplätzen unterwegs.

Kleine Persönlichkeiten bringen auch Licht ins Dunkel dieser Welt: Die Lampen in Frauenform besitzen Köpfe, die Erika Jörgenshaus aus Fimo selber modelliert hat. Ihre Kleider, bestehend aus Stoff, der mit Stoffverhärter behandelt wurde, bilden den Lampenschirm. "Die Künstlerin verwandelt reale Bildideen und Materialien; angelehnt an diese Arbeitsweise entstand dann auch der Titel dieser Ausstellung: Metamorphosen", gab die Galeristin Elisabeth vom Scheidt in ihrer Einführungsrede zur Ausstellung zu verstehen.

Erika Jörgenshaus lässt sich unter anderem von der Natur inspirieren - kein Wunder, dass bei vielen Bildern die Farbe Grün den Ton angibt. Diese abstrakten Impressionen kombiniert sie gerne mit figürlicher Malerei: Frauen gehören nicht nur zu ihren Lieblingsmotiven, sie präsentieren sich dem Betrachter auch detailreich und voller Lebensfreude. Es sind in der Regel keine auffallend schönen Menschen, auf keinen Fall Mager-Models, aber sie strahlen enorm viel Lebensfreude aus. Zwei Beispiele: Auf dem Bild "Friedliches Nebeneinander" toben Kinder und gestandene Frauen ausgelassen auf Känguru-Bällen herum. Und eine Frau in der Straßenbahn genießt die Musik, die aus ihrem MP3-Player kommt mit unübersehbarer Freude. Dabei bedient sich Jörgenshaus eines wiederkehrenden Motivs. Oft taucht ein Hirsch auf, der zu einer Frau zu mutieren scheint - eine Metamorphose eben.

Info Die Ausstellung ist bis zum 8. November samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Quelle: NGZ
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