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Grevenbroich
"Kultur extra" sorgt seit 25 Jahren für gute Laune

Grevenbroich: "Kultur extra" sorgt seit 25 Jahren für gute Laune
FOTO: Felix Mayr
Grevenbroich. Die Reihe "Kultur extra" feiert 2016 ihr 25-jähriges Bestehen: mit einer Zusatzveranstaltung am 9. April, die Manes Meckenstock moderiert. Von Susanne Niemöhlmann

Alle waren sie da: von A wie Ingo Appelt bis Z wie 6-Zylinder. In 25 Jahren kommt schon was zusammen. Und auch das Veranstaltungsprogramm im Jubiläumsjahr 2016 beeindruckt mit bekannten Namen. So gibt es ein Wiedersehen mit Rüdiger Hoffmann (5. März), lässt Martin Zingsheim in der Aula das Pascal-Gymnasium seinen wilden Assoziationen freien Lauf (29. Oktober), und Sebastian Pufpaff setzt alles "Auf Anfang" (1. Oktober). Das Schönste aber: Die Abonnenten bekommen einen kostenfreien Nachschlag. Denn zum Geburtstag der Reihe wurde diese um eine auf sechs Veranstaltungen erweitert: "Kuckucks Bunter Abend" mit Manes Meckenstock, Lioba Albus und Linus ist im Paketpreis enthalten, und auch die Einzelkarten sind dank Unterstützung der Sparkasse Neuss zum Vorzugspreis von zwölf Euro statt der sonst üblichen 20 bis 22 Euro erhältlich.

FOTO: det kempke

Becker, Beikircher, Bender; Cantz und Ceylan; Kerkeling und Knebel, Schmickler, Schmidt und Stratmann (sowohl Cordula als auch Doktor) - viele Wünsche sind bei Elke Wowra, die seit 2004 für das Programm verantwortlich zeichnet, nicht offengeblieben. "Die meisten Künstler habe ich durch hartnäckiges Fragen bekommen", sagt die Mitarbeiterin des städtischen Kulturamtes. Wobei: "Caroline Kebekus wäre natürlich eine Nummer, oder Mirja Boes - aber die machen zur Zeit große Hallen voll", rechnet Wowra sich wenig Chancen aus. Im Allgemeinen aber scheint Grevenbroich durchaus attraktiv selbst für fernsehbekannte Künstler zu sein. "Die Kabarettisten beobachten genau, wie eine Reihe läuft und wer vor ihnen schon aufgetreten ist", weiß Elke Wowra.

Der verstorbene Kulturdezernent Ulrich Möller war es, der die Reihe "Kultur extra" 1991 aus der Taufe gehoben und in den ersten Jahren mitbetreut hatte. Highlights der ersten Zeit waren Hanns-Dieter Hüsch, der in Grevenbroich immer ein zahlreiches Publikum fand, wiederholt Konrad Beikircher und etwa auch Richard Rogler, der ebenfalls schon viele Jahre im Geschäft ist.

FOTO: Dieker, Klaus (kdi)

Dass vor allem die TV-Prominenz sich gern eine Rücktritts-Klausel in den Vertrag schreiben lässt, für den Fall eines lukrativeren Fernseh-Auftritts, verursacht Wowra keine schlaflosen Nächte. "Aber es bleibt immer spannend - bis zum Schluss", gibt sie zu. Nur ein einziges Mal in 25 Jahren musste eine Veranstaltung ausfallen: der Auftritt von Hagen Rether in diesem Jahr. "Er hat wegen einer Erkrankung abgesagt", stellt Elke Wowra klar, "und glücklicherweise hatte er kaum drei Wochen später einen Termin frei, so dass wir den Abend zeitnah nachholen konnten." Gern schaut sich Elke Wowra übrigens in der Kulturszene der großen Nachbarstädte Köln und Düsseldorf um. "Ich habe ein besseres Gefühl, wenn ich die Auftritte vorher gesehen habe", erklärt sie, "und inzwischen weiß ich, was unsere Abonnenten mögen".

Mancher Zuschauer ist der Reihe über 25 Jahre treu geblieben. "Da sitzen einige seit Jahren in der ersten Reihe - die gibt man ja auch nicht so gerne auf", berichtet Elke Wowra. Und gerade für die beständigen Zuschauer wurde der Zusatzabend mit Manes Meckenstock ins Programm genommen. Der soll dann nicht ganz so streng kabarettistisch sein, sondern vor allem eines: unterhaltend.

FOTO: Michael Nacke (mna)
Quelle: NGZ
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