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Grevenbroich
Kulturausschuss lehnt geschenktes Denkmal ab

Grevenbroich. Der Kulturausschuss hat ein Denkmal abgelehnt, mit dem Künstler Wilfried Kohlhas an die Elsener Mühle erinnern wollte. Die Politiker sind sich einig: Seine 4,20 Meter hohe Skulptur darf nicht am Ufer der Erft ausgestellt werden.

"Dagegen sprechen mehrere Gründe", sagt Kulturdezernent Michael Heesch. Zum einen würde das Denkmal aus verzinktem Edelstahl die zur Landesgartenschau hergestellte "Sichtverbindung" zur Villa Erckens und zur Stadtparkinsel verstellen. Andererseits spreche die "Häufung" von Kohlhas' Arbeiten in diesem Bereich gegen eine weitere Skulptur aus seiner Werkstatt. Wie Heesch deutlich machte, habe der Künstler zwei weitere Kunstwerke in unmittelbarer Nähe zur Stadtparkinsel stehen.

Wilfried Kohlhas will der 1263 erstmals erwähnten und im Zweiten Weltkrieg zerstörten Mühle ein Denkmal setzen - "weil sie die Keimzelle für den späteren Wirtschaftsstandort Grevenbroich war", argumentiert er. RWE Power sei bereit, die Zeche für das Objekt zu übernehmen; alleine die Herstellungskosten schätzt Kohlhas auf 10.000 bis 20.000 Euro. Der Künstler hatte sich gewünscht, dass seine Skulptur dort aufgestellt wird, wo die Mühle einst stand.

Nachdem der Kulturausschuss abgelehnt hat, ist die Schenkung erst einmal vom Tisch. Möglicherweise wird die CDU das Thema aber noch einmal per Antrag auf die Tagesordnung bringen. "Wenn es an dem vom Künstler anvisierten Standort nicht möglich ist, sollte es nach Möglichkeit an anderer Stelle aufgestellt werden", sagt Fraktionschef Wolfgang Kaiser. Er ist zurzeit auf der Suche nach einem alternativen Platz für die Skulptur.

(wilp)
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