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Grevenbroich
Kunstprojekt für Schüler auf jüdischem Friedhof

Grevenbroich. Der Künstler Gereon Riedel und der Arbeitskreis Judentum des Grevenbroicher Geschichtsvereins luden jetzt Schüler der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule zum Projekt "Denk' mal" auf den jüdischen Friedhof an der Montanusstraße ein. Jugendliche haben mehrere Abdrücke von Grabdenkmälern und Inschriften genommen und eigene Kunstwerke geschaffen.

"So sind die Jugendlichen im wahrsten Sinne des Wortes in Berührung mit jüdischer Bestattungskultur gekommen", sagt Ulrich Herlitz vom Geschichtsverein. "Nicht zuletzt konnte damit auch Berührungsängste abgebaut werden. Herlitz hatte im Rahmen des Projekttages jüdische Riten erläutert, die unterschiedlichen Symbole auf dem Friedhof erklärt und auf die Biografien der dort beigesetzten Grevenbroicher hingewiesen.

Der Künstler Gereon Riedel hatte eigenes eine temporäre Kunstinstallation für den Friedhof geschaffen, den "Schrein des Gedenkens". Gemeinsam mit dem Arbeitskreis Judentum war es das Anliegen, einmal mehr auf die Grevenbroicher Opfer des Nationalsozialismus aufmerksam zu machen. "Mehr als 200 Frauen und Männer aus der Stadt fielen als Juden dem Holocaust zum Opfer", sagt Herlitz: "Für sie gab es weder ein Grab noch ein Denkmal."

Abschließend wurde unter der Leitung der Volkshochschule eine Führung über den Friedhof geboten, die von Schülern des Projekts "KKG gegen das Vergessen" übernommen wurde. Lisa Hermanns, Maike van den Brock, Sarah Schmitz, Julius Herling, Lisa-Marie Rotter, Murat Kara, Simon Peitz und Hendric Schmitz übernahmen versiert diese Aufgabe. Projektleiter Thomas Jentjes und Reinhold Stieber vom Geschichtsverein zeigten sich beeindruckt von den Leistungen der Schüler.

Quelle: NGZ
 
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