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Grevenbroich
Kunstverein: Willmen will in die zweite Reihe treten

Grevenbroich: Kunstverein: Willmen will in die zweite Reihe treten
Professor Hans-Rainer Willmen. FOTO: M.R.
Grevenbroich. Am 8. November stehen Vorstandswahlen an.

Vorstandswahlen stehen beim Kunstverein Grevenbroich am 8. November an - und dabei wird es in der Leitungsposition eine Veränderung geben. Professor Hans-Rainer Willmen, der mehr als zwölf Jahre lang Chef des Vereins ist, will nicht erneut für den Vorsitz kandidieren. "Ich bin 83 Jahre alt", erklärt Willmen - ein Alter, in dem man sich langsam zurückziehen könne. Zudem wolle der Kunstverein mit 300 Mitgliedern mehr junge Menschen als Mitglieder gewinnen.

Die Übergabe an den Nachfolger soll laut Willmen zum Ende des Jahres erfolgen. Aus der Vorstandsarbeit ganz zurückziehen will er sich aber nicht: "Ich möchte mit Rat und Tat weiter im Vorstand mitarbeiten, den Kurs des Kunstvereins weiter mit beeinflussen." Als weiteres Ziel nennt Willmen, "das Niveau des Kunstvereins hoch zu halten und vielleicht noch etwas zu steigern". Namen, wer für den Vorsitz bei der Mitgliederversammlung am 8. November, 19 Uhr, im Museum Villa Erckens antritt, nennt Willmen nicht. "Es gibt mehrere Kandidaten", sagt er. Der stellvertretende Vorsitzende Hans-Joachim Onkelbach wolle weiter im Vorstand aktiv sein. Mit Willmen als Vorsitzendem hatte der Kunstverein wiederholt mit großen - laut Willmen "für die Stadt kostenfreien" - Kunstaktionen von sich Reden gemacht, die Kulturszene mit geprägt. Ein Kunst-Highlight war 2007, anlässlich des 25-jährigen Vereinsbestehen, das Lichtevent "Wundergarten des Lichts". Studenten des Fachbereichs Design der Fachhochschule Aachen hatten unter Leitung von Professor Rainer Plum den Stadtpark mit Lichtentwürfen faszinierend illuminiert - die mehrtägige Aktion lockte Tausende. Weitere Freiluft-Kunstaktionen waren 2015 "Der Textile Park" sowie 2016 die "Lichtinstallationen im Park". Der Kunstverein widmet sich aber auch der Erhaltung von Skulpturen, zudem gehören etwa Ausflüge und Kunstreisen zum Programm.

Ein Wunsch des Kunstvereins - ein Café auf der Stadtparkinsel - blieb bislang unerfüllt, "aufgegeben haben wir ihn aber nicht", sagt Hans-Rainer Willmen.

(cso-)
 
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