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Grevenbroich
Polizei löst Straßenblockade der Kurden auf

Polizei löst Kurden-Demo auf
Polizei löst Kurden-Demo auf FOTO: Berns, Lothar
Grevenbroich. In Grevenbroich ist eine Kurden-Demonstration am Donnerstagnachmittag aus dem Ruder gelaufen. Die Kurden blockierten eine Straße, die Polizei löste die Veranstaltung auf. Die Räumung der Straße dauerte Stunden. Es gab Verkehrsbehinderungen. Von Frank Kirschstein

Die Demonstration einer kurdischen Studentenbewegung ist in Grevenbroich eskaliert. Die Teilnehmer blockierten seit etwa 11 Uhr bis in die Abendstunden den Ostwall, eine der zentralen Verkehrsachsen der Stadt. Große Verkehrsprobleme waren die Folge. Die Polizei sprach am Mittag von bis zu 160 Teilnehmern, unser Reporter vor Ort von rund 50. Zu der Blockade war es gekommen, nachdem die Polizei den Demonstranten verboten hatte, mit Musik durch die Stadt zu ziehen. Die Polizei soll Lautsprecheranlagen außer Betrieb gesetzt haben.

Am Mittag begannen Beamte, die Straße zu räumen und die Personalien der Demonstranten aufzunehmen. Es dauerte bis zum Abend, bis die Veranstaltung vollständig aufgelöst worden war. Stundenlang nahmen die Beamten Personalien auf. Rund um den Ostwall herrschte Verkehrschaos.

Polizisten kesselten Kurden ein

Den Kurden war am Mittag ein Ultimatum gestellt worden: Bis 13 Uhr sollten sie die Straße wieder freigeben. Die Demonstranten ließen die Frist jedoch verstreichen. Mit Helmen geschützt kesselten die Beamten die Kurden ein. Die meisten Demonstranten saßen auf der Straße, andere bildeten stehend eine Blockade gegen die Polizisten, die die Gruppe umringt hatten.

Nach dem Start am Mittwoch in Duisburg war der Demonstrationszug der Kurden in Laar mit Flaschen und Steinen beworfen worden. Am Donnerstag hatten die Demonstranten Düsseldorf und Neuss erreicht und waren von dort ohne weitere Zwischenfälle in Richtung Grevenbroich aufgebrochen. Der Protestmarsch hätte am Abend in Leverkusen enden sollen. 

Die Gruppe wurde von starken Kräften der Bereitschaftspolizei begleitet. An der Erckensstraße, vor dem alten Grevenbroicher Finanzamt, war es am Donnerstag gegen 19 Uhr zu einer ersten Sitzblockade gekommen, die Polizei sperrte das Bahnhofsviertel daraufhin ab – Verkehrsbehinderungen im Stadtzentrum waren die Folge.

Der Protestzug hatte sich dann gegen 20 Uhr vor dem Domizil des "Kurdischen Jugend- und Kulturvereins" an der Rheydter Straße zunächst aufgelöst.

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