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Grevenbroich
Kwasnys letzte Tage im Amt

Stichwahl 2015: Klaus Krützen ist neuer Bürgermeister in Grevenbroich
Stichwahl 2015: Klaus Krützen ist neuer Bürgermeister in Grevenbroich FOTO: Tinter; Anja
Grevenbroich. Bürgermeisterin Ursula Kwasny übergibt ihr Amt in der nächsten Woche an Klaus Krützen. Von Andreas Buchbauer

Im Rathaus bereitet Bürgermeisterin Ursula Kwasny die Staffelübergabe an ihren Nachfolger Klaus Krützen (SPD) vor. "Am Freitag möchte ich alles zur Übergabe fertig haben, schließlich soll es für ihn keinen Kaltstart geben", betont die Verwaltungschefin. Heute in einer Woche wird Ursula Kwasny ihrem Bürgermeister-Titel dann zwei kleine Buchstaben hinzufügen müssen: "a. D.". Am kommenden Mittwoch wird sie nicht mehr Chefin im Grevenbroicher Rathaus sein, Krützen wird dann ihr Büro beziehen und seinen ersten Arbeitstag haben. Während Kwasnys letzter Termine als Bürgermeisterin wird es daher durchaus häufig auch mal persönlich. "Das ist jetzt ganz klar Abschiedsstimmung", sagt sie. Der nächste Mittwoch wird für sie etwas von Aschermittwoch haben. Für Ursula Kwasny geht dann eine intensive Zeit zu Ende.

Erst einmal aber gilt es, die letzten Termine abzuarbeiten. Kwasny hat noch ein Gespräch mit der Wirtschaftsförderung, bei dem aktuelle Themen besprochen werden. Morgen steht das Monatsgespräch mit Jugendamtsleiterin Birgit Schikora an. Dabei geht es dann noch einmal um die Kita-Situation in der Schlossstadt. Und Eberhard Uhlig, langjähriger Leiter der Kraftwerke Frimmersdorf und Neurath, schaut mit seinem Nachfolger Tilmann Bechthold im Rathaus vorbei. Dazu gibt es noch letzte Repräsentationsaufgaben für Kwasny - zum Beispiel am Samstag den Fassanstich beim Grevenbroicher Oktoberfest. "Am Dienstag um 17 Uhr werde ich dann den Schlüssel an Klaus Krützen übergeben", sagt sie.

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Was sie dann nach Feierabend macht, weiß sie noch nicht. "Ich habe jedenfalls noch keine konkreten Pläne", sagt Kwasny. Das gilt auch für den Mittwoch, den ersten Tag nach ihrer sechsjährigen Amtszeit als Bürgermeisterin. Und wie es sich für einen Tag mit Aschermittwoch-Stimmung gehört, soll in den Wochen danach erst einmal eine Art Fastenzeit folgen. Bis zum Jahresende möchte Kwasny kürzertreten und alles einmal richtig sacken lassen. Hinter ihr liegen kraftraubende Monate. Nicht nur der Wahlkampf und das politische Tagesgeschehen mit dem Streit um den Brandschutzbedarfsplan oder die Diskussion um die Kostenfrage für das Schlossbad haben an ihr gezehrt, sondern auch und vor allem der Verlust ihres Mannes, der im Juni verstorben ist. Ursula Kwasny hat all dies mit erstaunlicher Stärke weggesteckt - und sich mit voller Konzentration in die Arbeit gestürzt. "Ich war immer mit dem Herzen dabei", sagt Kwasny. "Und ich habe immer die Menschen gesehen und wollte für die Bürger da sein."

Diese Herzlichkeit und Menschlichkeit wird sich Ursula Kwasny auch als Bürgermeisterin a. D. bewahren. Die Wahlniederlage hat sie verarbeitet. "Natürlich tut es weh, eine Wahl zu verlieren. Aber das ist Demokratie und gehört dazu", sagt sie. Ihrem Nachfolger wünscht die CDU-Politikerin ein "glückliches Händchen" dabei, die Stadt für die Zukunft aufzustellen. Über ihre eigene Zukunft möchte sie sich in den kommenden Wochen Gedanken machen.

Grevenbroich: Bürgemeisterkandidaten beim NGZ-Talk FOTO: Tinter, Anja
Quelle: NGZ
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