| 00.00 Uhr

Grevenbroich
La Palmas wilde Seite mit der Kamera in Szene gesetzt

Grevenbroich. Uwe Dressel stellt Fotografien bei "Dielämmer" aus.

"Die Landschaft wirkte auf mich immer so, als müssten gleich irgendwo Dinosaurier auftauchen", sagt Uwe Dressler. Die Fotos von dieser La-Palma-Reise vor vier Jahren sind jetzt in der Galerie "Judith Dielämmer", an der Alte Bergheimer Straße 7 zu sehen.

Uwe Dressler ist Ur-Grevenbroicher, lebt aber mittlerweile in Neuss. Der 58-Jährige studierte Visuelle Kommunikation an der Fachhochschule Niederrhein, ließ sich zum Computergrafiker ausbilden und war viele Jahre Dozent für digitale Bildbearbeitung. Er ist Zeichner, Maler, Illustrator - und präsentiert sich jetzt als Fotograf. Aufgrund seiner Kenntnisse geht er mit der "Fotografie" souverän um. Der Betrachter sieht zwar nicht, wie Dressler im Detail die Fotos bearbeitet hat, aber er erkennt, dass die Bilder seinem Auge schmeicheln.

Die urwüchsig-wilde Natur mit den Kratern, den Drachenbäumen und den Kaktusblättern hatte Uwe Dressler in Farbe fotografiert und diese Bilder später in Schwarzweiß umgewandelt. Er hat die Kontraste so gesteuert, dass Details auch aus einer gewissen Entfernung noch klar erkennbar sind - und schwärmt von der digitalen Technik, die er voll im Griff hat: "Man kann so arbeiten, als hätte man mehrere Filter gleichzeitig verwendet."

Die bizarre Bergwelt in 2.500 Metern Höhe, die seltenen Pflanzen, das Skelett eines Kaktusblattes und Kakteen in unvorstellbarer Größe: Diese Natur pur macht die Ausstellung zu einem Augenschmaus. Uwe Dressler hatte damals bewusst darauf verzichtet, Menschen auf den Fotos erscheinen zu lassen. Neben der unverfälschten Natur ist in einigen wenigen Fällen von Menschenhand Geschaffenes zu sehen, das sich die Natur jedoch zurückzuerobern scheint. So fotografierte er ein Boot fernab des Meeres, das zugewachsen ist, sich im Dornröschenschlag zu befinden scheint.

(barni)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Grevenbroich: La Palmas wilde Seite mit der Kamera in Szene gesetzt


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.