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Grevenbroich
Land gibt 3,4 Millionen Euro für die Schulsanierung in Grevenbroich

Grevenbroich. Insgesamt zwei Milliarden Euro umfasst das Sonderprogramm "Gute Schulen 2020" der Landesregierung. Das Geld soll den NRW-Kommunen in den nächsten vier Jahren für die Sanierung von Schulgebäuden und Klassenzimmern zur Verfügung gestellt werden. Seit gestern steht fest, in welchem Maße die Stadt Grevenbroich von dem zusätzlichen Geld profitieren wird. Nach einer Information des Landtagsabgeordneten Hans-Christian Markert (Grüne) sind es insgesamt gut 3,4 Millionen Euro, die für 2017 bis 2020 eingeplant werden können. Von Wiljo Piel

Die gute Nachricht ihres Abgeordneten greifen die Grevenbroicher Grünen erfreut auf: "Durch den wichtigen Ausbau der Wilhelm-von-Humboldt-Gesamtschule gibt es seit Jahren einen Sanierungsstau in Grevenbroich", verweist Vorsitzender und Schulausschuss-Mitglied Peter Gehrmann auf die sogenannte "Blaue Liste" der überfälligen Sanierungsprojekte. Hier könnten ab 2017 "jährlich 850.000 Euro schnell und zielgerichtet weiterhelfen", sagt Gehrmann. Welche Kommune wie viel Geld erhält, hängt laut Hans-Christian Markert zum einen von der Höhe der Schlüsselzuweisungen für die Kommune ab und zum anderen von der Schülerzahl. Das Besondere an diesem Programm ist, sagt er, dass es die Kommunen nichts kostet. Das Geld werde über die NRW-Bank zur Verfügung gestellt, der Zinssatz betrage null Prozent. Zudem müssten die Städte und Gemeinden keinen Eigenanteil leisten.

Besondere Vorgaben gebe es auch nicht. Die Kommunen könnten das Geld in neue Fenster oder Fassadenfronten, in Sanitäreinrichtungen oder aber für schnelle Internetverbindungen nutzen.

"Jeder Euro, den wir zusätzlich erhalten, ist ein Schritt in die richtige Richtung", sagt Schuldezernent Michael Heesch. Fakten und Daten zum Sonderprogramm habe er aber noch nicht vorliegen. "Die offizielle Mitteilung an die Städte und Gemeinden soll am 30. September erfolgen", sagt Heesch: "Dann wird uns auch die konkrete Summe aus Düsseldorf übermittelt."

Obwohl er sich über zusätzliche Geld zur Schulpauschale (jährlich etwa 1,7 Millionen Euro) freut, bremst der Schuldezernent schon im Vorfeld allzu große Erwartungen. "An den Schulen haben wir einen Sanierungsstau von etwa 15 Millionen Euro - der größte Teil fällt unter die Kategorie ,Sehr, sehr dringend'", sagt Heesch: "Wir werden also nicht annähernd alle Probleme mit den 3,4 Millionen Euro lösen können." Obendrauf komme ein - geschätzter - sechs- bis siebenstelliger Betrag, der für die Netzwerk-Optimierung an den Schulen ausgegeben werden müsse. Auskunft über den genauen Betrag soll der Medienentwicklungsplan geben, der dem Schulausschuss im November vorgelegt wird.

Quelle: NGZ
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