| 21.11 Uhr

Grevenbroich
Landwirte befürchten Mäuseplage

Grevenbroich. Der harte Winter hat den heimischen Landwirten nicht so schwer zugesetzt, wie zunächst befürchtet. "Bisher sind keine größeren Probleme zu erkennen", erklärt Wolfgang Wappenschmidt, Vorsitzender der Kreisbauernschaft. Allerdings könnten sich noch einige einstellen.

"Feldmäuse zum Beispiel", erklärt der Gindorfer Landwirt André Becker. Die lästigen Nager hätten nämlich wegen der dichten Schneedecke gute Überlebenschancen gehabt: "Sie waren vor dem Frost weitgehend geschützt. Wir müssen nun abwarten, ob sich diese Schädlinge demnächst verstärkt auf den Äckern bemerkbar machen", betont der Möhrenbauer.

Wie Wolfgang Wappenschmidt erklärt, hätten die landwirtschaftlichen Warndienste bereits gemeldet, dass im Frühling mit einem großen Bestand an Feldmäusen zu rechnen sei: "Wenn das auch für andere Schädlinge wie Läuse oder Pilze zutreffen würde, wäre das außerordentlich bedauerlich", meint der Vorsitzende der Kreisbauernschaft. Was für die Mäuse gut war, schadete übrigens auch den Winterfrüchten nicht: "Getreide und Raps waren durch den Schnee relativ gut geschützt", zeigt sich Wappenschmidt zufrieden. Die negative Seite der weißen Pracht: "Frost lockert den Boden auf, er kann sich so erholen und genug Feuchtigkeit für die nächsten Monate sammeln. Wegen des Schnees drang der Frost leider nicht tief genug ins Erdreich ein", bedauert Wappenschmidt.

Ansonsten zeigt sich der Chef der Kreisbauernschaft aber zuversichtlich: "Die Vegetation ist in ihrer Entwicklung noch um eine Woche zurück. Aber das Wetter wird besser: Sie holt jeden Tag auf."

Quelle: NGZ
 
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