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Grevenbroich
Langwadener Straße für Monate gesperrt

Grevenbroich: Langwadener Straße für Monate gesperrt
FOTO: graf
Grevenbroich. Für etwa fünf Monate müssen sich Langwadener und Pendler auf Straßensperrungen und Umleitungen einstellen. Die Stadt informierte über den Zeitplan für die große Straßenerneuerung auf der L 142, der Langwadener Ortsdurchfahrt. Von Carsten Sommerfeld

Für die Sanierung der L 142 in und bei Langwaden wird die Straße für rund fünf Monate gesperrt. Das teilte die Stadt bei einer Info-Veranstaltung im Kloster Langwaden mit. Mehr als 100 Menschen waren in den Stefanssaal gekommen, hatten viele Fragen. Klar wurde: Verkehrstechnisch wird im Dorf für längere Zeit Ausnahmezustand herrschen.

Dabei ist die Erneuerung, wie Bürgermeister Klaus Krützen betonte, ein Wunsch vieler Bewohner. Die zahlreichen schweren Lastwagen auf der L 142 verursachen wegen der maroden Straße nervenden Lärm, seit langem fordern die Kirmesgesellschaft und andere Abhilfe. Eigentlich war die Straßensanierung bei Straßen NRW erst für 2019/2020 geplant, doch nun übernimmt die Stadt die Planung für den Landesbetrieb, zusammen geht es schneller. "Die Arbeiten sollen im Juli, spätestens August beginnen", informierte Fachbereichsleiter Peter Mühlenbruch.

Saniert wird in vier Abschnitten - zunächst auf der Langwadener Straße in Höhe des Feuerwehrhauses Wevelinghoven bis kurz vor dem Ortseingang Langwaden, dann bis zur Dorfstraße, anschließend von der Dorfstraße bis zur Einmündung der K 27 aus Richtung Barrenstein. Während dieser drei Abschnitte wird bis November/Dezember die L 142 jeweils im Baustellenbereich in beiden Richtungen gesperrt. "Langwaden wird aber immer aus einer Richtung zu erreichen sein", betonte Ursula Hauguth von der Stadt. Nach der Winterpause folgt Anfang 2018 die Sanierung zwischen K 27 und Jägerhof, dann ist nur eine halbseitige Sperrung nötig. Während des Baus im Ort wird über den Kirmesplatz eine Zufahrt zum Kloster geschaffen, die Kirmes soll wie gewohnt stattfinden können.

Für Bewohner und Pendler aber bedeutet die Sperrung ab Sommer Umwege: Die Stadt will aus Richtung Grevenbroich eine Umleitung über die L 69 (die Verlängerung der Zehntstraße wird dann zur Einbahnstraße) und über die K 27 bis zur L 142 südlich vom Jägerhof einrichten. In Gegenrichtung soll der Verkehr dagegen von der K 27 über die K 31 durch Barrenstein und über die K 10 (Wevelinghovener Straße) fahren, da die L 69 zu schmal für die Vielzahl sich begegnender Lkw ist.

"Für die Langwadener bedeuten die Umleitungen monatelange Strapazen. Die Stadt sollte darüber nachdenken, die L 142 für den Verkehr offenzuhalten und mit einer Baustellenampel zu regeln", appellierte der Langwadener Marc Pesch. "Die Straße ist dafür zu schmal", erläuterte Krützen. "Wir müssen die Straße bis zur Tiefe von 1,25 Metern erneuern, eine halbseitige Sperrung würde eine sehr aufwendige Abstützung zur Fahrbahn hin erfordern und die Bauzeit verlängern. Und denken sie daran, wie viele Lkw bei der Sanierung der B 59 im Graben gelandet sind. Die L 142 ist schmaler", sagte Krützen. "Die Vollsperrung ist das kleinere Übel", meint Heiner Hoffmann, Präsident der Kirmesgesellschaft.

Bedenken gibt es aber auch sonst. Willi Reisepatt (CDU) befürchtet, dass während des Baus viele Autofahrer auf Straßen durch Kapellen und Wevelinghoven ausweichen, eine Besucherin wies auf die Mehrbelastung für Barrenstein hin. Mehrere Eltern erkundigten sich nach den Auswirkungen für den Schulbusverkehr. "Müssen die Kinder noch früher aufstehen?", hieß es.

Marc Pesch sprach ein grundsätzliches Problem an: "Wir lange wird die neue Straße halten? Warum wird das Übel nicht an der Wurzel gepackt und der Lkw-Verkehr aus Langwaden rausgehalten?"

Quelle: NGZ
 
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