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Grevenbroich
Laser-Spektakel an der Villa Erckens geplant

Grevenbroich: Laser-Spektakel an der Villa Erckens geplant
Die "Insel im Licht" zog 2011 viele Besucher in den Stadtpark. Zu den Kunstwerken gehörte auch eine Laser-Installation (unten) von Rainer Plum. FOTO: MREU
Grevenbroich. Das Museum legt sein Programm für 2016 vor. Unter anderem kommt der Aachener Lichtkünstler Rainer Plum nach Grevenbroich. Von Wiljo Piel

Kunstverein und Stadt planen für das nächste Jahr wieder ein gemeinsames Spektakel: Der Aachener Lichtkünstler Professor Rainer Plum wird im August den Stadtpark mit Laser-Installationen illuminieren. Damit soll an die Inszenierungen "Wundergarten des Lichts" und "Insel im Licht" angeknüpft werden, die in den Jahren 2007 und 2011 wahre Menschenmassen in den Park lockten.

Was zu sehen sein wird, steht noch nicht fest: "Wir planen noch", sagt Kunstvereins-Vorsitzender Professor Hans-Rainer Willmen. Bislang ist lediglich der Termin (15. August) vereinbart worden, über Einzelheiten soll in den nächsten Monaten gesprochen werden. Hans-Rainer Willmen ist sich jedoch sicher, dass die - diesmal nur auf einen Tag beschränkte - Aktion wieder etliche Besucher nach Grevenbroich ziehen wird.

Rainer Plum, bildender Künstler und Professor an der Fachhochschule Aachen, hatte den Stadtpark 2007 mit Design-Studenten für zehn Tage in einen leuchtenden Märchenwald verwandelt, bei der Kunst-Aktion 2011 war er mit einer spektakulären Installation vertreten: Milliarden Wassertropfen flimmerten im grünen Laserlicht, das Plum wie einen Teppich in den Stadtwald legte. Ähnliche Projekte realisierte er in diesem Jahr beim Lichterfest der Stadt Jena. "Wir sind gespannt, welche Ideen er für Grevenbroich entwickeln wird", sagt Hans-Rainer Willmen.

Thomas Wolff vom städtischen Kultur-Team hat das Open-Air-Event in das Museumsprogramm für 2016 aufgenommen. "Die geplante Mischung aus Laser-Installationen und Musik wird sicherlich ein Höhepunkt in unserem Veranstaltungskalender", sagt er. Aber in der Villa Erckens ist noch mehr geplant. Im nächsten Jahr wird sich das Museum unter anderem mit dem Strukturwandel beschäftigen - und zwar wie er sich in der Stadt mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert und in den Wirtschaftswunderjahren vollzog. Letzteres Thema soll wieder mit Hilfe möglichst vieler Grevenbroicher realisiert werden. "Wir wollen auch persönliche Erinnerungsstücke aus den 50er und 60er Jahren ausstellen", so Wolff.

Das neue Programm beginnt Mitte Februar mit einer Ausstellung des Museums-Fördervereins. Unter dem Titel "Dali trifft Fuchs" werden Arbeiten des spanischen Surrealisten Salvador Dali und Werke des Wiener Malers Ernst Fuchs in der Villa Erckens zu sehen sein. Der in Wolfenbüttel geborenen Malerin und Bildhauerin Rota Blanck wird eine Ausstellung gewidmet, die von Mai bis Juli zu sehen ist. Auch heimische Künstler werden mit von der Partie sein: Ab Mitte Oktober gibt das Gierather Ehepaar Elisabeth Busch-Holitschke und Jürgen Holitschke einen Einblick in sein Schaffen. Von Juli bis September lädt Volkmar Hess auf eine klangvolle Entdeckungsreise durch das 20. Jahrhundert ein. Der Dülkener wird in der Villa Erckens einen Teil seiner mehr als 400 Exemplare umfassenden Grammophon- und Phongrafen-Sammlung präsentieren.

Quelle: NGZ
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