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Grevenbroich
Laternen aus: Stadt will 100.000 Euro sparen

Grevenbroich: Laternen aus: Stadt will 100.000 Euro sparen
Auf einigen Straßen im Stadtgebiet sollen die Lampen künftig früher ausgehen. Die Stadt will damit insgesamt 100.000 Euro einsparen. FOTO: L. Berns
Grevenbroich. Die höheren Elternbeiträge für die Kitas sind vom Tisch. Das Geld soll an anderer Stelle eingespart werden - bei den Straßenlaternen. Von Wiljo Piel

In einem sind sich alle Fraktionen einig: Die im Sanierungsplan der Stadt vorgesehene Erhöhung der Elternbeiträge für Kindertagesstätten wird nicht realisiert. Die damit verbundenen zusätzlichen Einnahmen von jährlich rund 100.000 Euro sollen an anderer Stelle eingespart werden. Und Bürgermeister Klaus Krützen weiß auch wo. Sein Vorschlag: Auf Grevenbroicher Straßen sollen die Laternen künftig früher aus- oder erst gar nicht eingeschaltet werden. Damit könne Energie und letztlich bares Geld gespart werden.

Mitarbeiter der Stadtverwaltung werden nun ermitteln, wie viele Laternen wie lange ausgeschaltet werden müssen, um den Kompensationsbetrag von 100.000 Euro zu erreichen. "Wir werden dem Rat eine Liste mit Vorschlägen vorlegen", kündigte Krützen gestern nach der Haushaltsberatung des Haupt-, Finanz- und Demografieausschusses an. Stark frequentierte Straßenzüge sollen wohl nicht von der Sparmaßnahme betroffen sein, wohl aber Nebenstraßen oder Parks. Markus Schumacher (FDP) hat auch schon den passenden Titel für die Aktion parat: "Lampen aus für helle Köpfe".

Einen breiten Raum nahmen bei den ganztägigen Etatberatungen des "HFD"-Ausschusses die von der Feuerwehr geplanten Fahrzeugkäufe ein. Das Ergebnis: Der von der CDU kritisierte Einsatzleitwagen (245.000 Euro) und der von UWG in Frage gestellte Wechsellader (230.000 Euro) wurden vorerst aus der Finanzplanung herausgenommen. Sie sollen erst wieder für das Jahr 2017 in die Diskussion gebracht werden - "sicherlich in modifizierter Form", sagte Klaus Krützen, der nun das Gespräch mit den verantwortlichen Haupt- und Ehrenamtlern führen wird. "Ich bin guter Dinge, dass er in dieses Thema endlich wieder Ruhe bringen wird", kommentierte der CDU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Kaiser.

Beschlossen wurde gestern die Erhöhung der Grundsteuer B um 25 auf 475 Prozentpunkte, darüber hinaus wird die Grundsteuer A von 260 auf 300 Prozentpunkte steigen. Von einer Erhöhung der Gewerbesteuer (450 Prozentpunkte) sah der Ausschuss ab: "Alles andere wäre kontraproduktiv. Mit Blick auf den Strukturwandel wollen wir schließlich neue mittelständische Unternehmen in unsere Stadt holen", betonte Holger Holzgräber (SPD). Gegen eine Erhöhung der Grundsteuern sprachen sich die Fraktionen UWG, FDP, ABG, "Mein Grevenbroich" und Linke/Piraten aus.

Die Frage, ob künftig zwei oder drei Beigeordnete im Verwaltungsvorstand der Stadt vertreten sein werden, wurde vom Haupt-, Finanz- und Demografieausschuss zurückgestellt. Erst soll die Entscheidung über die Rekommunalisierung der Wirtschaftsbetriebe Grevenbroich fallen, die auch Auswirkungen auf den Stellenplan im Haushalt haben könnte. Einen Zeitplan über die Neuorganisation der heutigen GmbH will Krützen in der Dezember-Ratssitzung vorlegen.

In den Sportausschuss vertagt wurde die Frage, ob es ein von externen Beratern erstelltes Zukunftskonzept für die Grevenbroicher Sportstätten geben soll. Der dafür erforderliche Höchstbetrag von 30.000 Euro ist im Haushalt 2016 nicht vorgesehen.

Quelle: NGZ
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