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Grevenbroich
Leerstände: Krützen will Arbeitskreis zur Innenstadt

Grevenbroich. Die Leerstände in der Fußgängerzonen haben mittlerweile auch den Stadtrat erreicht. Gleich mehrere Fraktionen reichten Ideen im Rathaus ein, die für eine Belebung der Grevenbroicher Einkaufsmeile sorgen sollen. Um die verschiedenen Anregungen und Wünsche zu verknüpfen - und sie vielleicht zu einer Gesamtlösung zusammen zu führen - will Bürgermeister Klaus Krützen einen mit Verwaltungsmitarbeitern und Politikern besetzten Arbeitskreis installieren. Einen Termin für die erste Zusammenkunft dieser Runde gibt es aber noch nicht.

Die ABG-Fraktion hatte einen Feierabend- und Schlemmermarkt vorgeschlagen, um die Attraktivität der Innenstadt zu steigern. Von der UWG wurde eine Markthalle angeregt, in der nicht nur frisches Obst und Gemüse verkauft, sondern auch ein gastronomisches Angebot vorgehalten werden soll. "Darüber hinaus wollen sich zwei Gewerbetreibende dauerhaft mit einem Obst- und Gemüsestand sowie mit einem Imbiss auf dem Marktplatz einbringen", informierte Klaus Krützen. Ein weiterer Imbissbetrieb, der bislang nur vormittags auf dem Wochenmarkt vertreten ist, möchte sein Geschäft künftig auch mittwochs nachmittags im Grevenbroicher Zentrum betreiben. Krützen selbst hatte vorgeschlagen, den Markt mit einem zusätzlichen Café zu bereichern - vielleicht sogar im Alten Rathaus.

Die Innenstadt sei "ein sensibles und schwieriges Thema", sagt Krützen: "Angesichts vieler Leerstände und offensichtlich zu hoher Mieten ist es wichtig, dass wir uns darum kümmern." Der Bürgermeister möchte künftig alle Beteiligten an einen Tisch bringen. Sie sollen miteinander ins Gespräch kommen und nach Lösungenmöglichkeiten für die City suchen.

In die gleiche Richtung ging ein Vorstoß der Fraktion "Mein Grevenbroich", die im Rat einen "Runden Tisch zur Innenstadt" anregte. "Er sollte sich mit Fragen befassen, wie die Innenstadt lebendiger gestaltet werden kann, um sie als zentralen Anziehungspunkt für Bewohner und Gäste zu machen", so Fraktionsvorsitzende Martina Suermann. Bei dieser Gelegenheit müsse auch das Einzelhandelsstandort-Gutachten unter die Lupe genommen werden, forderte sie - und zwar "kritisch und mit dem Fachverstand aus dem städtischen Handel".

(wilp)
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