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Grevenbroich
Licht und Musik im Finlay-Park

Grevenbroich: Licht und Musik im Finlay-Park
Frühlingserwachen im Ian-Hamilton-Finlay-Park: Das Grün sprießt, der Waldboden ist mit Frühblühern bedeckt. FOTO: W. Wolff
Grevenbroich. Der Ian-Hamilton-Finlay-Park zwischen dem alten Schloss und der Alten Feuerwache wurde nicht nur neu hergerichtet, er soll viel mehr als bisher der Öffentlichkeit näher gebracht werden. Das hat sich der Verkehrsverein Grevenbroich mit Walter Flöck als Vorsitzendem auf die Fahnen geschrieben.

Anlässlich des zehnten Todestages des renommierten schottischen Gartenkünstlers Künstlers Ian Hamilton Finlay lädt der Verein für Samstag, 28. Mai, zu einer Veranstaltung in den Park ein. In einem Vortrag wird versucht, die Kunst Finlays auch dem Laien verständlich zu machen. Anschließend hat der Besucher die Möglichkeit, den Park in abendlicher Beleuchtung bei dezenter Musik sinnlich zu erleben.

Den Vortrag in Haus Hartmann hält ab 20 Uhr Richard Hüttel, ehemaliger stellvertretender Direktor des Museums der Bildenden Künste in Leipzig und Leiter der Graphischen Sammlungen des Museums. Sein Thema lautet: "Ian Hamilton Finlay - Little Sparta und der Landschaftsgarten". Der Vortrag wird durch Musik der Thomas Lieven Jazz-Formation umrahmt werden. Das Areal, vielen Grevenbroichern als Kampers Wäldchen ein Begriff, wurde im Rahmen der Landesgartenschau 1995 als Waldpark vom Gartenarchitekten Georg Penker konzipiert und mit neun Objekten von Finlay ausgestattet. Kunst und Natur bilden eine Einheit.

In den folgenden Jahren stand das künstliche Kleinod aber nur wenig im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Der Park geriet bei vielen fast in Vergessenheit und befand sich in zunehmend schlechtem Zustand, auf den unter anderem Georg Penker hinwies. Dann kam die Wende. So erhielt die Anlage nach dem Beschluss von Ratsgremien ihren Namen "Ian-Hamilton-Finlay-Park". Durch Aktionen des Verkehrsvereins Grevenbroich wurde der Park in Zusammenarbeit mit der Stadt und mit anderen Vereinen in einen ansehnlichen Zustand versetzt. Jetzt im Frühjahr werden die Erfolge deutlich: Zahlreiche den Waldboden bedeckende Frühblüher wie Veilchen und Buschwindröschen lassen Blütenteppiche entstehen und ergeben mit dem Grün der treibenden Bäume eine Atmosphäre, die zum Verweilen und zum Betrachten der Kunstobjekte einlädt.

Quelle: NGZ
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