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Grevenbroich
Lokal soll Terrassendach verkleinern

Grevenbroich: Lokal soll Terrassendach verkleinern
Die Größe der Vorbauten für die Terrasse des geplanten neuen Lokals an der Kölner Straße sorgt für Diskussionsbedarf im Rathaus. FOTO: Lothar Berns
Grevenbroich. Stadt und Eigentümer des Gebäudes an der Kölner Straße sind in Gesprächen.

Beim Umbau der ehemaligen Commerzbank an der Kölner Straße, die zum Lokal mit Außenterrassen umgerüstet wird, muss nachgebessert werden. Am Rande der Bürgerversammlung zur Präsentation der Verkehrsanalyse bestätigte Stadtplanerin Dorothea Rendel, dass der Stadt die großen Vorbauten für die Außensitzplätze des neuen Restaurants ein Dorn im Auge sind. Zuvor hatte ein Bürger diese als zu wuchtig kritisiert. "Wir sind da dran", sagte Rendel.

Hamit Cicek, Eigentümer der Immobilie an der Kölner Straße, erklärte gestern auf Anfrage unserer Redaktion, dass einige Änderungen vorgenommen würden. "Wir sind in Gesprächen mit der Stadt. Diese sind allerdings noch nicht abgeschlossen", sagte er. Auf 207 Quadratmetern im Erdgeschoss soll in Zukunft ein Restaurant mit Mittelmeerküche locken. Als Partner ist ein Gastronom aus Köln dabei. Auf der Speisekarte sollen zum Beispiel Pizzen, Salate, Fisch, Fleisch und Desserts stehen. Damit wird in der Innenstadt ein Leerstand an exponierter Stelle zwischen Coens-Galerie und Montanushof geschlossen.

Möglicherweise spielt das Missfallen im Rathaus über die Vorbauten auch eine Rolle bei dem Vorstoß von Bürgermeister Klaus Krützen, Experten mit dem Erstellen neuer Gestaltungsrichtlinien für Fassaden, Markisen, Vordächer und Außengastronomie beauftragen zu wollen. Der neue Verwaltungschef möchte optisch mehr Ordnung in die City bringen, um die "Attraktivität der Innenstadt für Bürger und Besucher" zu stärken. Mit dem neuen Regelwerk soll zum einen die Flut von Werbeanlagen - wie Schilder, Beschriftungen und Leuchtreklamen - eingedämmt werden. Andererseits soll festgelegt werden, wie weit Außenverkaufsstände in den Gehwegbereich hineinragen dürfen, gleiches gilt für Markisen. In diesem Bereich gab es bereits in der Vergangenheit Konflikte zwischen Verwaltung und Handel.

Ob tatsächlich Experten beauftragt werden, neue Gestaltungsrichtlinien zu verfassen, ist jedoch fraglich. Wegen der Kosten von 20.000 Euro ist der Vorschlag in der Politik umstritten.

(abu)
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