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Grevenbroich
Luthers Leben musikalisch gefeiert

Grevenbroich. Bereits die ersten beiden Aufführungen von "Gaff nicht in den Himmel" fanden ihr Publikum und wurden lautstark beklatscht. In den Schlussapplaus bei der dritten Aufführung mischte sich neben Bariton Sebastian Neuwahl, Mezzosopran Constanze Schumacher, Dirigent Karl-Georg Brumm sowie die beiden Sprecher Elisabeth Margraf und Hans Lücke ein ebenso unerwarteter wie prominenter Gast: Komponist Matthias Nagel.

"Das war natürlich ein Super-Abschluss", freuten sich Ensemble und der musikalische Leiter Karl-Georg Brumm. "Matthias und ich haben zusammen an der Folkwang-Schule studiert", insofern war das Wiedersehen dann wie ein "kleines Familienfest, da sich auch andere alte Bekannte unter die Zuhörer gemischt hatten.

"Alle drei Aufführungen sind gut gelungen", resümiert der Kreiskantor die Abende in Grevenbroich, Dormagen und Mönchengladbach. "Wenngleich wir noch kurz zuvor eine Umbesetzung vornehmen mussten", der Schlagwerker, der im Luther-Oratorium als Rhythmusgeber eine zentrale Rolle spielt, fiel kurzfristig aus. "Wir haben dann zunächst improvisiert, ehe ein Ersatz gefunden wurde" und die Neubesetzung sich "tadellos" einfügte.

Das Lutherjahr, das für den evangelischen Kirchenkreis mit dem Reformationstag im vergangenen Jahr begann, arbeitet nun am nächsten Höhepunkt. Am 31. Oktober, in diesem Jahr aus gegebenem Anlass ein Feiertag, steht dann ein Abschlussgottesdienst mit Musik. "Ein feste Burg ist unser Gott", soll gegeben werden. "Es galt lange als reformatorisches Kampflied und war unter Katholiken verpönt", weiß Kreiskantor Brumm. Als "sehr interessante Bach-Kantate" wird es im Gottesdienst von vier Solisten interpretiert. "Hochkarätig" sei die Besetzung mit Tenor Florian Simson, Sopranistin Elisa Rabanus, Altistin Gabriele Fuchs-Rinscheid sowie dem Bass Bernhard Hüsgen. Weitere Besonderheit: der neue Pfarrer Michael Diezun, bislang in Südafrika tätig, wird zusammen mit zwei Kollegen den Gottesdienst gestalten.

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