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Grevenbroich
Mädchen erfinden das "Büdchen 3.0"

Grevenbroich: Mädchen erfinden das "Büdchen 3.0"
Die Gymnasiastinnen Vanessa Badur, Sandra Seul und Niomie Antony-Cruz (v.l.) nehmen mit ihrer Idee für einen Süßigkeiten-Automaten "SnaXs" am Wettbewerb "Jugend gründet" teil. Sie hoffen auf eine gute Platzierung. FOTO: L. berns
Grevenbroich. Leckere Idee: Mit ihrem Automaten "SnaXs Wonderworld " setzen sich die Gymnasiastinnen Vanessa Badur, Sandra Seul und Niomie Antony-Cruz gegen 632 Mitbewerber durch. Nun geht's für sie in die nächste Runde von "Jugend gründet". Von Daniela Buschkamp

Fünf Mal Lakritzschnecken, zehn saure Brezeln und 15 Schaumerdbeeren: Wer sein Taschengeld am Büdchen in Naschwerk umsetzt, braucht Zeit.

Doch "Büdchen 3.0" sieht anders aus. Eine Variante haben Niomie Antony-Cruz (18), Vanessa Badur (19) und Sandra Seul (16) - selbst Fans von Weingummi, Lakritz und Co. - vom Wirtschaftsgymnasium des Berufsbildungszentrums (BBZ) Grevenbroich entwickelt. Sie entwarfen den Süßwaren-Automaten "SnaXs Wonderworld", mit dem jeder seine Naschlust schnell per Tastendruck stillen kann. "Man könnte ihn auf Bahnhöfen und Flughäfen aufstellen - überall dort, wo die Leute etwas Süßes kaufen wollen", sagen die Schülerinnen.

Mit dieser Geschäftsidee (inklusive Businessplan und pinkfarbenen "SnaXs"-T-Shirts) haben die Jugendlichen bundesweit 632 Konkurrenten beim Wettbewerb "Jugend gründet" hinter sich gelassen. Am 22. April treten sie für den Nordkreis auf der nächsten Ebene in Hamburg an. "Wir sind stolz, dabei zu sein. Aber wir hoffen natürlich auch auf einen guten Platz", sagen die drei.

Markus Lehmkuhl, der Betriebswirtschaftslehre unterrichtet, ist stolz auf das bisher gute Abschneiden. "So weit hat es noch keine der bisher zwei Gruppen unserer Schule bei diesem Wettbewerb geschafft. Aber es ist auch toll, wie engagiert die drei waren und was sie geleistet haben", sagt der 46-Jährige.

Rund sieben Wochen hatte das Trio Zeit, um eine Geschäftsidee und einen Businessplan zu entwickeln. "Zunächst wollten wir selbst gemachte Handyhüllen mit einem Display ausstatten, doch das gab es bereits", erzählt Sandra Seul. "Warum nehmen wir nicht etwas, das jeder kaufen würde?", fragte Vanessa Badur. Und da alle drei gern naschen, war die Idee für den individuellen Süßigkeiten-Spender naheliegend. "Anders als herkömmliche Automaten wollen wir für Abwechslung sorgen, im Winter etwa Schneemänner oder zu Halloween Vampire anbieten", schildert Niomie Antony-Cruz. Ihr Gerät sollte über 36 Fächer und ein Kühlsystem verfügen, damit die losen Süßigkeiten nicht verkleben. Über ein Display kann jeder Käufer die Stückzahl und Artikelart eingeben. Die Ausgabe erfolgt im Becher. "Wer will, bekommt auch einen Deckel", sagt Vanessa Badur. "Oder man isst das Naschwerk direkt", meint die Neuenhausenerin.

Die Schülerinnen präsentierten ihre Idee in der Klasse, feilten weiter daran und konnten über ein Unternehmensplanspiel weitere Wettbewerbs-Punkte sammeln - so qualifizierten sie sich für die nächste Runde. "Damit hätten wir nie gerechnet", schildern sie. Jetzt freuen sie sich mit ihrem Lehrer auf zwei Tage Programm in Hamburg. Etwas Aufregung ist schon dabei: "Wir haben nur vier Minuten Zeit, um der Jury unsere Idee zu präsentieren."

Doch ihre Begeisterung ist groß. "Ich würde sofort an unserem Automaten einkaufen", sagt Niomie Antony-Cruz. "Überhaupt wäre unsere Schule der beste Ort für die ,SnaXs Wonderworld'".

Quelle: NGZ
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