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Grevenbroich
Maler beschäftigt sich mit der Kunst eines Schotten

Grevenbroich. "Begegnung mit Ian Hamilton Finlay", ist der Titel der aktuellen Ausstellung in der UWG-Geschäftsstelle am Hammerwerk. Wolfgang H. Stephan stellt Bilder mit einem engen Bezug zu dem schottischen Künstler Finlay aus. Außerdem legt der 80-jährige mit seinen Werken den Finger auf die Wunden der "Energiehauptstadt" Grevenbroich.

Wolfgang H. Stephan und seinem Nachbarn Werner Amian ist der Erhalt des Finlay-Parks eine Herzensangelegenheit. Der Park ist vor mehr als 20 Jahren zur Landesgartenschau entstanden, doch er drohte zu verkommen. Zur Vernissage war auch Georg Penker gekommen - der 94 Jahre alte Landschaftsarchitekt aus Neuss hatte den Finley-Park einst gestaltet.

Stephan, 1936 in Berlin geboren, nimmt immer wieder Bezug zu den Werken Finlays, des Land-Art-Künstlers, der bevorzugt Stein, Holz und Metall verarbeitete. Seine Wahlheimat Grevenbroich - er lebt in Wevelinghoven - liegt ihm am Herzen. Er formuliert seine Kritik an Grevenbroich nicht mit spitzer Zunge, sondern mit spitzer Feder - sie kommt ebenso zum Einsatz wie Farbstifte und Aquarellfarbe - und in Ausnahmefällen auch Öl. Stephan ist auch Illustrator ist, der auch Surreales darstellt, etwa die Wevelinghovener Kirche, die auf einer Werkbank steht. Die Brüche, die die Stadt bereits erlebt hat, sind das Thema einer anderen Arbeit. "Meine Absicht ist es, mit meinen Bildern etwas für die Stadt zu tun", erklärte der Künstler. Vieles ist doppelsinnig. "Dampf in der Hütte", heißt ein Bild, das die Energiewende thematisiert. Das Ende der Braunkohle- Ära spielt in der Ausstellung eine besondere Rolle.

Öffnungszeiten der Ausstellung bis Juli montags von 17 bis 18 Uhr. Führungen: Telefon 02181 16 30 30.

(barni)
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