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Grevenbroich
"Maria und Josef hatten keine Panik"

Grevenbroich: "Maria und Josef hatten keine Panik"
Engel, Tannenbaum und Krippe - die Kinder der Katholischen Grundschule haben ihre liebsten Weihnachtssymbole aufgemalt. FOTO: lothar berns
Grevenbroich. Warum feiern wir Weihnachten und was hat eine Krippe damit zu tun? Die Kinder der Katholischen Schule wissen es. Von Laura Ihme

"Es begab sich aber zu der Zeit..." - so beginnt die Weihnachtsgeschichte in der Bibel. Und weiter? Da war doch was mit Maria und Josef, einer Volkszählung und einer langen, beschwerlichen Reise, die schließlich ihr Ende in einem Stall mit einer Futterkrippe findet. Für all jene, denen die Geschichte ebenfalls nur noch bruchstückhaft in Erinnerung ist, haben die Schüler der zweiten Klasse der Katholischen Grundschule an der Graf-Kessel-Straße die Weihnachtsgeschichte zusammengefasst.

Kinder erzählen die Weihnachtsgeschichte

"Weihnachten hat angefangen, als der Engel zu Maria gekommen ist", erklärt Melina. Der Engel habe Maria verkündet, dass sie ein Kind bekommen wird und dass sie dieses Kind Jesus nennen soll, erläutert die Siebenjährige weiter. Eine frohe Botschaft also, aber das Glück von Maria und ihrem Mann Josef hielt nicht lange, erklärt Paul: "Denn dann kam der Kaiser Augustus und wollte, dass all seine Untertanen in ihr Heimatland zurückkehren. Er hatte viel erobert und wollte wissen, wie viele Menschen zu seinem Reich zählen. Deshalb mussten Maria und Josef nach Bethlehem reisen", sagt der Siebenjährige. Maria allerdings war damit zunächst so gar nicht einverstanden. "Deshalb hat sie Josef gefragt: ,Kann ich nicht lieber hier bleiben und das Kinderzimmer einrichten?'", sagt Melina. Aber Josef ließ sich nicht überreden, und so machten die beiden sich mit ihrem Esel auf den Weg.

Und dieser Esel war ziemlich wichtig, weiß Lina: "Die Maria war ja schwanger und konnte nicht so weit laufen", sagt die Siebenjährige. Und auf dem Rücken des Esels hätte sich Maria ausruhen können. "Die mussten ein bisschen langsamer gehen, sonst hätte Jesus ja etwas passieren können", sagt Paul. Doch diese Vorsicht zog Konsequenzen nach sich, weiß Nikita: "Als Maria und Josef in Bethlehem angekommen sind, waren schon alle Gasthäuser besetzt", sagt er. "Aber Maria und Josef sind ruhig geblieben, hatten keine Panik und sind dann in einen Stall mit einer Futterkrippe gegangen", sagt Lina. Da ist das Jesuskind zur Welt gekommen und die Futterkrippe wurde zum Kinderbett umfunktioniert. "Maria war schlau und hat auch Windeln mitgenommen", sagt Melina.

Szenenwechsel: Während Maria und Josef sich im Stall um ihr Kind kümmerten, schliefen die Hirten auf dem Feld bei Bethlehem schon tief und fest. "Doch dann kam ein Engel zu ihnen", sagt Melina. Die Hirten seien erst einmal aufgeschreckt, doch der Engel habe sie schnell beruhigt. "Er hat gesagt: ,Fürchtet Euch nicht, ich will Euch eine gute Nachricht erzählen, Gottes Sohn ist heute geboren worden.'" Und um die Hirten zu ihm zu geleiten, hat sich der Engel dann in eine Sternschnuppe verwandelt, erklärt Klassenkameradin Lina. "Dieser Sternschnuppe sind die Hirten bis nach Bethlehem gefolgt. Dort fanden sie den Stall mit dem Gottessohn", sagt sie. Und weil das Jesuskind eben ein besonderes Kind ist, haben die Hirten ihm auch Geschenke mitgebracht. "Zum Beispiel einen Krug mit Milch, ein Wollkissen und eine Wolldecke - und vielleicht noch ein Lämmchen", zählt Lina auf. "Und Käse", fügt Melina hinzu. Doch Maria war verwirrt, erklärt Nikita, "sie wusste nicht, was los war und warum die Hirten gerade zu ihr und ihrem Kind gekommen sind." Glücklicherweise konnten die Hirten das Ganze schnell aufklären: "Sie haben erklärt, dass ein Engel zu ihnen gekommen ist", sagt Paul.

Damit könnte die Geschichte eigentlich enden, doch es ging noch weiter, weiß der Siebenjährige: "Die Heiligen Drei Könige wollten das Kind auch noch besuchen und haben bei Kaiser Augustus nach ihm gefragt", sagt er. Das jedoch stellte sich schnell als Fehler heraus. "Der Kaiser hat dann so getan, als ob er Jesus auch besuchen wollte." Doch Augustus hatte dabei nur Böses im Sinn und wollte Jesus töten - Josef und Maria flohen deshalb mit ihrem Kind nach Ägypten. "Und eines Tages wurde Jesus dann ans Kreuz genagelt. Das gefällt mir überhaupt nicht", sagt Paul. Aber das ist eine andere Geschichte.

Quelle: NGZ
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