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Grevenbroich
Marianer wollen sich für die "Kirche vor Ort" engagieren

Grevenbroich. Alte Wevelinghovener Bruderschaft startet Neuanfang.

Die mehr als 500 Jahre alte Marianische Bruderschaft wagt einen Neustart. Künftig wollen sich die Mitglieder stärker in der "Kirche vor Ort" engagieren, unter anderem mit interessanten Vortragsabenden. Im Wevelinghovener Schützengeschehen wird die Bruderschaft künftig nicht mehr mitwirken. Die Tradition soll in den nächsten Jahren auf einen jungen Grenadierzug übertragen werden. Die Bruderschaft marschiert seit vielen Jahren als erster Zug im Grenadierkorps der Gartenstadt.

Nach dem Tod von Pfarrer Gerhard Kullmann und seinem Bruder Heribert - beide waren die Motoren der alten Bruderschaft - war es vier Jahre lang ruhig um die Marianer geworden. Künftig wollen die Mitglieder mit kulturellen Veranstaltungen wieder eine Rolle im Ort spielen. Der ehemalige Brudermeister Hans-Jürgen Burbach hatte jetzt zu einer Versammlung eingeladen, in deren Rahmen ein neuer Chef der Traditionsgesellschaft gewählt werden sollte. "Leider ist es uns nicht gelungen, einen ersten Brudermeister zu finden", sagt Hans-Jürgen Burbach, der sein Amt aus Altersgründen zur Verfügung gestellt hatte. Bis ein neuer Vorsitzender gefunden ist, wird er als Vize-Brudermeister die erstmals 1509 erwähnte Bruderschaft kommissarisch führen. An seiner Seite: Lothar Zimmermann als Schatzmeister und Rolf Göckmann als Beisitzer.

Darüber hinaus wurde eine sogenannte "Findungskommission" gegründet. "Sie wird sich künftig regelmäßig treffen, um unsere Aktivitäten zu planen", sagt Burbach. Ein Termin ist bereits festgezurrt worden: Am 22. November wird der Brauchtumsforscher Manfred Becker-Huberti im Seniorenstift St. Martinus über "1700 Jahre Martinskultur" berichten.

Dass 18 von 35 Mitglieder zur ersten Versammlung nach vier Jahren erschienen waren, wertet Hans-Jürgen Burbach als ein gutes Zeichen. "Ich bin sehr optimistisch, dass unsere Bruderschaft eine Zukunft haben wird", sagt er.

(wilp)
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