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Grevenbroich
Markus und Jasmin Preuße regieren jetzt in Gustorf

Grevenbroich. Krönungsball beendet den viertägigen Festreigen.

Als ihm das Silber abgenommen wurde, musste sich Hans Voigt eine Träne verdrücken. Denn gerne trat der Präsident des Bürgerschützenvereins nicht von seinem Königsamt zurück, das ihm in den vergangenen zwölf Monaten eine Menge Spaß bereitet hat. Donnernder Applaus der vielen Schützen und Gäste im Festzelt versüßten ihm und seiner Ehefrau Elisabeth aber ein wenig den Abschied. "Beide haben unseren Verein nicht nur würdig, sondern auch mit viel Herzblut repräsentiert", meinte Vizepräsident Rolf Jungmann treffend.

Dann wurde es Zeit für den Nachfolger - der sich bestens im heimischen Brauchtum auskennt. Markus Preuße war bereits König der St. Sebastianus-Bruderschaft Gindorf, vertrat den "Närrischen Sprötz-Trupp" als Prinz Karneval und ist nun Regent des Bürgerschützenvereins Gustorf. An seiner Seite: Königin Jasmin.

Preuße wurde 1984 Mitglied des Tambourkorps "Erftklänge", 2009 gehörte er zu den Gründern der Gustorfer Artillerie. Der Gindorfer hat den Beruf des Drehers erlernt und war lange Zeit in der Industrie tätig, bevor er vor nunmehr vier Jahren in seinem Heimatort die Gaststätte "Reissdorf en d'r Post" übernahm. Gleich nebenan betreibt Ehefrau Jasmin seit gut einem Jahrzehnt den "Gindorfer Grill". Gemeinsam werden sie nun den Bürgerschützenverein repräsentieren - und dabei hilft die ganze Familie mit. Tochter Johanna (11) agiert als Hofdame, Sohn Lukas (16) ist einer von zwei Adjutanten. Der andere heißt Detlef Deckmann.

"Ein Ur-Gindorfer ist nun König in Gustorf", sagte Rolf Jungmann, der Markus Preuße eine integrative Wirkung bescheinigte. Bruderschaft und Bürgerschützenverein rückten in der gemeinsame Pfarre mit ihm ein wenig näher. Bei dieser Gelegenheit rollte der Gustorfer, der auch Mitglied der Gindorfer Sebastianer ist, ein Fass auf die Bühne. Er löste damit bei dem neuen Regenten seine Schuld ein. Rolf Jungmann und Markus Preuße hatten vor einigen Jahren darum gewettet, wer der erste Gustorf-Gindorfer "Doppelkönig" sein würde.

Für Rat und Verwaltung gratulierte Vize-Bürgermeister Edmund Feuster, die Kirche vertrat Diakon Manfred Jansen. Mit der Thronfolge haben die Gustorfer übrigens keine Probleme: Peter Baust von den "Blücher-Husaren" holte am Montag den Vogel von der Stange. Er wird 2017 mit Leni Groewer gekrönt.

(wilp)
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