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Grevenbroich
Maroder "Knospenbaum" kommt raus aus dem Wald

Grevenbroich. Stadt verleiht das Kunstwerk an die Augustiner.

Der im Wevelinghovener Stadtpark verwaist stehende "Knospenbaum" des bekannten Künstlers Will Brüll soll an das Seniorenstift St. Martinus am Klosterweg umgesetzt werden. Die St.-Augustinus-Kliniken als Betreiber des Hauses wollen die vergammelte Edelstahl-Skulptur wieder auf Vordermann bringen und sie auf ihrem Gelände nahe der Erft aufstellen. Über den Standortwechsel soll der Rat am kommenden Donnerstag entscheiden.

"Das Kunstwerk befindet sich in einem schlechten Zustand", sagt Kulturdezernent Michael Heesch und fasst damit die einhellige Meinung von Politikern und Vereinsvertretern nach einem Ortstermin im Februar zusammen. Die mit Grünspan überzogene Skulptur müsse dringend gereinigt und gegebenenfalls instandgesetzt werden - das wollen die Augustiner auf ihre Kosten übernehmen. Zudem haben sie der Stadt zugesagt, das Kunstwerk dauerhaft pflegen zu wollen.

Was darüber hinaus für einen Standortwechsel spricht: Der "Knospenbaum" steht quasi illegal im Stadtpark. Zwar hatte das Forstamt Mönchengladbach vor Jahren eine Genehmigung für das Aufstellen von "Kunst im Wald" erteilt, doch die galt lediglich für den "Blauen Turm" des Künstlers Horst Lerche. Nach dem Zusammenbruch der Holzinstallation wurde der "Knospenbaum" an derselben Stelle errichtet, die Genehmigung war aber längst ausgelaufen. "Die Skulptur muss daher entfernt werden", sagt Michael Heesch. Nach den Plänen der Stadtverwaltung soll das Kunstwerk den Augustinern als unbefristete Dauerleihgabe überlassen werden. Dafür übernehmen die Neusser die Kosten für die Verlagerung, Neuinstallation, Pflege und dauerhafte Erhaltung des Kunstwerks. Der entsprechende Vertrag wird dem Rat vorgelegt.

(wilp)
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