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Grevenbroich
Mehr als 300 Flüchtlinge müssen registriert werden

Grevenbroich. Heute und morgen werden mehr als 300 in Grevenbroich lebende Flüchtlinge vorübergehend nach Mönchengladbach gebracht. Der Grund: Obwohl sie teilweise schon seit einem Jahr in der Stadt leben, sind die Asylbewerber bislang noch nicht registriert worden. Das wird jetzt in einem zentralen Ankunftszentrum nachgeholt, das vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) eingerichtet wurde.

Heute werden zwei Busse mit 98 Asylbewerbern in Richtung Mönchengladbach starten, morgen sind es 228 Personen, die mit fünf Fahrzeugen in die Nachbarstadt gebracht werden. "Wir haben alle Betroffenen schriftlich darüber informiert, wo sich einzufinden haben, und was sie mitbringen müssen", sagt Heike Engels vom städtischen Fachbereich für Soziale Sicherung und Integration. Die Flüchtlinge werden jeweils nachmittags an einer zentralen Stelle in der Innenstadt abgeholt, werden die Nacht in Mönchengladbach verbringen und nach der Registrierung wieder nach Grevenbroich zurückkehren. Das soll innerhalb von 24 Stunden geschehen. In dem Ankunftszentrum werden viele bis dahin auf mehrere Stationen verteilte Schritte im Asylverfahren gebündelt - von der ärztlichen Untersuchung über die Aufnahme der persönlichen Daten und der Identitätsprüfung, der Antragsstellung und Anhörung bis zur Entscheidung über den Asylantrag.

Die Stadtverwaltung ist am Donnerstag vergangenen Woche vom Ausländeramt des Rhein-Kreises Neuss über die jetzt anstehende Registrierungs-Aktion informiert worden. "In der Kürze der Zeit haben wir alle Betroffenen verständig und über die Hintergründe informiert", sagt Heike Engels. Die erforderlichen Busse werden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gestellt.

Zurzeit leben 748 Asylbewerber in Grevenbroich, davon 458 in Unterkünften und 290 in Wohnungen. In diesem Jahr wurden lediglich 85 Menschen neu aufgenommen. Die Stadtverwaltung rechnet damit, dass es im Herbst zu weiteren Zuweisungen kommen könnte.

(wilp)
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