| 00.00 Uhr

Grevenbroich
Mehr als 600 Flüchtlinge werden im Kreishaus registriert

Grevenbroich. Der Rhein-Kreis Neuss unterstützt in dieser und in der nächsten Woche die Bundesbehörden bei der Bearbeitung von Asylverfahren. Um die Verfahren zu beschleunigen, hat Landrat Hans-Jürgen Petrauschke dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) kurzfristig Räumlichkeiten des Kreises zur Verfügung gestellt. So kommen in diesen Tagen insgesamt mehr als 600 Flüchtlinge aus Aufnahmeeinrichtungen in allen Kreiskommunen, aus Grevenbroich, Jüchen, Kaarst, Korschenbroich, Meerbusch und Rommerskirchen, in die Sitzungsräume ins Grevenbroicher Kreishaus.

Beamte des Zolls nehmen dort die Daten der Asylsuchenden auf, die dann an die BAMF-Außenstelle in Düsseldorf weitergeleitet werden. "Wir wissen, dass die zuständigen Bundesbehörden zurzeit bei den Asylverfahren vor großen organisatorischen Problemen stehen", sagt Kreisdirektor Dirk Brügge als Leiter des Flüchtlingsstabs beim Kreis. "Durch diese unbürokratische Zusammenarbeit können die Asylsuchenden bei uns im Rhein-Kreis Neuss und nicht - wie eigentlich vorgesehen - in Düsseldorf registriert werden. Sie können auf diese Weise schneller ihren Antrag stellen."

Sobald der Antrag gestellt wurde, prüft das BAMF nach dem sogenannten Dublin-Verfahren die Zuständigkeit. Damit wird sichergestellt, dass jeder Asylantrag nur von einem Mitgliedstaat inhaltlich geprüft wird. Im Anschluss daran findet die Anhörung statt, bevor schließlich die Entscheidung über den Antrag fällt.

Der Bund hat Ende 2015 ein Gesetz zur Beschleunigung von Asylverfahren beschlossen und will damit die Dauer der Verfahren auf durchschnittlich drei Monate verkürzen. Er übernimmt die Kosten für die Asylbewerber in Höhe einer Pauschale von 670 Euro pro Monat. Die Kostenübernahme beginnt mit dem Tag der Erstregistrierung und endet bei Abschluss des Verfahrens.

Quelle: NGZ
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Grevenbroich: Mehr als 600 Flüchtlinge werden im Kreishaus registriert


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.