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Grevenbroich
Mehr Schul-Angebote für Flüchtlingskinder

Grevenbroich. Im April startet Seiteneinsteiger-Klasse am Pascal. Zusätzliche Klassen an Grundschulen geplant.

Stadt und Schulen richten sich auf eine zunehmende Zahl von Flüchtlingskindern ein. Bislang standen in Grevenbroich 13 Kinder, für die kein Platz in weiterführenden Schulen gefunden wurde, auf der Warteliste. Nun gibt es eine Lösung: Schulrätin Karin Roth-Junkermann kündigte im Schulausschuss an, dass am 4. April im Pascal-Gymnasium eine Seiteneinsteiger-Klasse startet. "Ich wurde vor wenigen Tagen darüber informiert, zurzeit planen wir die neue Klasse", erklärt Schulleiter Manfred Schauf. Das Konzept bis zu den Sommerferien stehe, unterrichtet werden die Kinder zunächst unter anderem mit bereits vorhandenen Lehrkäften. "Die Bereitschaft im Kollegium, den Kindern zu helfen, ist groß", so Schauf.

Bislang bestehen vier Seiteneinsteiger-Klassen am Erasmus-Gymnasium, an der Realschule (zwei) und der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule. Die Kinder, die zunächst vor allem deutsch lernen, wechseln nach maximal zwei Jahren in andere Klassen. Eine Hürde: "Wir haben Platzprobleme für Kinder aus Seiteneinsteiger-Klassen am Gymnasium, die sich als nicht als gymnasialfähig erweisen. Die Zahl der Plätze an den Gesamtschulen ist knapp, die Hauptschule läuft aus", sagt Roth-Junkermann. Eventuell müsse die Stadt mehr Plätze schaffen.

"Wir müssen künftig überlegen, ob wir Schulen erweitern", erklärt Erster Beigeordneter Michael Heesch. Das Kernproblem sei, "dass wir keine verlässlichen Daten haben, wie viele Flüchtlinge in welchem Alter kommen. Wie sollen wir ohne klare Fakten handeln?"

Im Grundschulbereich plant die Stadt bereits für zusätzliche Flüchtlingskinder. Unter anderem mit Blick auf geplante Unterkünfte etwa im Alten Finanzamt und an der Konrad-Thomas-Straße wird an der Erich-Kästner-Schule in Elsen im Sommer eine vierte Eingangsklasse geschaffen. Mit 25 ersten Klassen hat die Stadt das genehmigte Limit erreicht. Vielleicht ist aber eine weitere Klasse möglich. Roth-Junkermann brachte einen Mehrklassenbildungserlass der Bezirksregierung mit. Im Rathaus wird nun geprüft, ob der für Grundschulen gilt. In diesem Fall ist an eine dritte Eingangsklasse in Frimmersdorf gedacht.

(cso-)
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