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Grevenbroich
Mehr Teilnehmer als 2015 beim Neujahrs-Preisskat der Mauerbrüder

Grevenbroich: Mehr Teilnehmer als 2015 beim Neujahrs-Preisskat der Mauerbrüder
So bereitwillig wie fürs Foto lässt sich Susanne Neumann beim Neujahrs-Preisskat der "Mauerbrüder" Wevelinghoven sonst nicht in die Karten schauen. FOTO: Salz
Grevenbroich. Dirk Gerards war beim traditionellen Neujahrs-Preisskat des Vereins "Mauerbrüder Wevelinghoven" optimal vorbereitet: Der 44-Jährige ist Vereinsmeister in seinem Verein, den Skatfreunden Grevenbroich, die in der ersten Liga spielen: "Ich bin an Silvester um 21.30 Uhr ins Bett gegangen." Von Rudolf Barnholt

Aber auch die anderen 66 Teilnehmer waren fit - und freuten sich auf den Neujahrs-Preisskat in der "Ratsschänke" an der Friedensstraße.

Eine Anmeldung war nicht erforderlich, und zunächst sah es so aus, als ob deutlich weniger Skatspieler kommen würden als in den Vorjahren. Für Wilhelm Heiderich, Vorsitzender der "Mauerbrüder Wevelinghoven", passte das ins Bild: "Zwei unserer Skatbrüder sind im vergangenen Jahr verstorben. Wir haben Probleme, jüngeren Nachwuchs zu bekommen. Heute spielt man lieber zu Hause am Rechner als am Tresen in der Kneipe."

Umso erfreuter war der 65-Jährige, als dann doch 66 Skatspielerinnen und -spieler eintrudelten - ein Teilnehmer mehr als im Vorjahr. Der gastgebende Verein hat 26 Mitglieder, darunter neun Frauen. Zu denen, die gestern mitspielten, gehörte Susanne Neumann. "Ich kümmere mich um die Belange der Frauen im Verein", erklärte die "Mauerschwester". Die 51-Jährige hält sich für eine mittelmäßige Skatspielerin. Zum Glück saß sie nicht am selben Tisch wie Manfred Niklas von den "Skatfreunden Grevenbroich". Er verunsicherte seine Tischgenossen mit seinen Erfolgen: "Ich habe schon an Europa- und an Weltmeisterschaften teilgenommen", erklärte das 75-jährige Mitglied der Skatfreunde Grevenbroich. Was ihm an diesem Turnier so gefällt: "Man lernt neue Menschen, neue Spielerpersönlichkeiten kennen."

Auch Manfred Tholl aus Neuenhausen hat Spaß an dem beliebten Kartenspiel. Der 43-Jährige ist Mitglied der Skatfreunde Jüchen. Der Lkw-Fahrer drischt seit 2012 im Verein Skat. Natascha Nelißen aus Neuss fühlte sich in der Männerrunde an einem der 16 Tische nicht unwohl. Die Teilnehmer gestern kamen nicht nur aus dem Rhein-Kreis Neuss, sondern auch aus Städten wie Düsseldorf, Mönchengladbach, Köln, Düren und Viersen. "Man kennt sich, weiß zumindest die Vornamen", sagte Wilhelm Heiderich, der ebenfalls mitspielte.

Dem Sieger winkten 125 Euro, dem Zweitplatzierten 100 Euro, dem Dritten 75 Euro. Hinzu kamen Sachpreise. Die "Mauerbrüder" waren vor zwei Jahren von der Landesliga in die Oberliga abgestiegen. "Der erste offizielle Spieltag in 2016 ist der 16. April, der Ort steht noch nicht fest", erklärte der Vorsitzende der "Mauerbrüder". Vielleicht findet sich bis dahin ja auch der ein oder andere Nachwuchsspieler.

Quelle: NGZ
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